Siegmeyer
Daniel
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Hanmer Springs, 1604.08

Hallo,

von Auckland aus bin ich 11. Std. mit dem Bus nach Wellington gefahren. Dabei habe ich sehr viel von dem schönen Land auf der Nordinsel gesehen.
Ich blieb dann zwei Nächte in Wellington und bin dann 3 Std. mit der Fähre auf die Südinsel nach Picton gefahren. Dort blieb ich ebenfalls zwei Nächte und bin heute 5.Std mit dem Bus nach Christchurch gefahren und dann noch mal 2 Std. mit dem Bus nach Hanmer Springs.
Mit anderen Worten, ich habe schon viel von dem Land gesehen, wenn auch nur im Vorbeifahren. Eine wirklich schöne Landschaft, die auch sehr abwechselungsreich ist. Die Strände, die mal steinig, mal felsig sind. Mal feiner weißer Sand, mal schwarzer Vulkansand. Dann ist es teilweise flach, dann wieder sehr hügelig. Teilweise richtig hohe, schneebedeckte Berge wie in den Alpen. Viele Schafe, die sich hier tummeln, und überhaupt sehr viel Landwirtschaft. Die Fährfahrt war durch Fjorde.
Das Land ist von Flüssen durchzogen und sehr grün. Alles in allem sehr ruhig hier. Weil es ja auch auf den Winter zugeht. Die Hostels sind so gut wie leer.
Hier in Hanmer Springs kann man neben einem Besuch in der Therme  z.B. auch Skifahren. Aber das verkneife ich mir mal wegen der Kosten. Das Wetter ist leider nicht so gut. Schlechtes Herbstwetter, manchmal aber auch gut.
Hier bleibe ich zwei Nächte und dann treffe ich den Matze in Christchurch.

LG, Daniel.

 

Auckland, immer noch der 11.04.08

Nun habe ich konkrete Pläne für Neuseeland. Die sehen folgendermaßen aus:

Morgen mit dem Bus nach Wellington. Dort bleibe ich zwei Nächte. Am 13.04. fahre ich dann mit der Fähre nach Picton, dort bleibe ich 2 Nächte. Dann fahre ich mit dem Bus und Shuttle nach Hanmer Springs. Nach zwei Nächten dort fahre ich mit dem Shuttle-Bus nach Christchurch. Dort hoffe ich Matze zu treffen, der dort angeblich 1 Jahr lang studiert. Am 21.04. fliege ich dann von Christchurch nach Auckland zurück um dann am 22.04. den Rückzug nach Europa anzutreten.

Also bis später, Daniel

  

Auckland, den 11.04.08

Hallo aus NZ. Ist gar nicht so kalt hier wie ich es befürchtet habe. Allerdings kann ich mehr auch noch gar nicht berichten. Also bis später, Daniel.

 

Sydney, den 09.04.08

Hallo. Ein letztes Mal aus Australien. Bin gestern mit Virgin Blue von Cairns nach Sydney geflogen. Das hat 2,5 Std. gedauert. Da braucht man fast nen Monat da hoch, und dann ist man so schnell wieder unten.

Und hier ist es kalt und es regnet. Ganz wie sich das halt für den Herbst gehört.  In Neuseeland werde ich erfrieren. Macht aber nichts, da das Jahr ja bald zu Ende ist.

War ja meine schlimmste Befürchtung, dass ich früh drauf gehe (hätte ja auch fast geklappt), oder das ich mich arg verletze und lange im Krankenhaus liegen muß. Und was mir ja viele gegönnt hätten, eine Vaterschaft zur falschen Zeit, ist ja auch nicht eingetreten. Also im großen und ganzen ist ja alles gut gegangen.

Hab mir diesmal nen Hostel in einer anderen Ecke Sydneys ausgesucht. Kings Cross heißt die Ecke hier und erinnert stark an die Reeperbahn. Wußte ich aber vorher nicht. Gestern hab ich sogar ein Schild mit "Hamburg Süd" entdeckt. Da dachte ich kurzfristig, ich wäre wieder zu Hause. Regen, Kälte, stürmisch, ne Art Rotlichtviertel mit viel Leuchtreklame, Rauchverbot in Kneipen, Becks Bier und Hamburg Süd Schilder.
Aber da die Autos hier immer noch auf der falschen Seite fahren war diese Illusion schnell vorbei.

Von Port Douglas aus hatte ich noch die Tour mit der Bahn gemacht. War ganz ok. Hab glaube ich schöne Aufnahmen gemacht.

Bin ein wenig beunruhigt wegen meiner Bilder, die ich nach HH geschockt habe. Hab noch nicht gehört, dass diese angekommen sind. Ich hoffe doch ganz stark.

Also bis demnächst aus Auckland, euer Daniel.

 

Port Douglas, den 05.04.08

Hallo aus einem kleinen, aber netten und auch teuren Ort. Vor mir waren schon Leute wie Bill Clinton, Kiefer Sutherland, Stephen Spielberg und mal wieder Tom Hanks hier. Und bestimmt noch andere.
Viel los ist hier allerdings nicht, aber das macht auch nichts. Der Strand, den ich bisher nur kurz gesehen habe, ist schön, lang und weißer Sand. Das Problem ist nur, dass man nicht ins Wasser kann, weil im Moment die Saison von tödlichen Quallen ist. Ab und zu, hängt von dem Wellengang ab, wird für einen Bereich ein Netz gespannt. Da darf man dann baden.
Irgendwie nicht so schön.
Heute mache ich noch mal ne Tour mit. Mit ner alten Bahn durch den Regenwald. Mal schaun wie das wird.
So, mal ein Fazit meiner Reise durch Australien oder überhaupt zu Australien.
Es ist nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Das Reisen ist hier komplizierter als nötig, Spontanität ist ohne eigenes Fortbewegungsmittel nicht möglich.
 Ich habe mit vielen Leuten gesprochen. Und alle sehen das genauso. Am Besten reist man hier mit einem Wohnmobil, wobei man da auch nicht unbedingt auf die Campingplätze gehen sollte, weil die auch sehr teuer sind. Aber es geht auch sehr gut ohne, hab ich mir sagen lassen.
Einige Studenten, mit denen ich gesprochen habe, ärgerten sich darüber, dass sie hier arbeitstechnisch ausgenutzt werden. Da hier alles sehr teuer ist, worüber sich aber auch die Australier selbst beschweren, muß man hier schon arbeiten, um hier länger bleiben zu können. Und da hier keine östlichen Länder mit billigen Arbeitskräften zur Verfügung stehen wie bei uns (Erntehelfer, Spargelstecher), nimmt man hier halt die Studenten.
Ich glaube, ich habe die wirklich interessanten Ecken gar nicht gesehen. Die Westküste muß wesentlich besser sein, wenn man denn mit einem Fahrzeug unterwegs ist.
Die Ostküste ist mehr oder weniger ne Partyautobahn, die von Nord nach Süd oder umgekehrt abgefahren wird. Und diese Meile wurde überwiegend von 18 - 21 jährigen genutzt.
Viele Leute, mit denen ich hier gesprochen habe, waren schon in Neuseeland und waren total begeistert von dem Land und nun auch ein wenig von Australien enttäuscht.
Also ich freu mich auf Neuseeland.

Lieben Gruß, Daniel

 

Great Barrier Reef, den 03.04.08

Mein Tauchen war sehr schön und da war einen Fotografin mit dabei. Da hab ich dann doch mal die
Chance genutzt und hab mich unter Wasser fotografieren lassen.
Habe dort am Great Barrier Reef zwei Tauchgänge gemacht. Hab auch soon paar Fische, und Kriechtiere und so gesehen, Korallen natürlich auch. Aber wieder kein Hai oder Delphin. Blöde Viecher. Ansonsten ist aber das rote Meer schöner. Dafür hatten wir auf der 1,5 Std. Fahrt ein wenig Welle und ganz viele wurden seekrank. Das war witzig.
Morgen fahre ich nach Port Douglas. Hab aber auch schon gehört, dass es dort sehr langweilig sein soll. Nichts los. Aber egal, ich habe mir vorhin noch ein Reservebuch gekauft und werde mich bei hoffentlich gutem Wetter am Strand herumlümmeln, bevor ich dann ins winterliche Neuseeland fliege und mir den Arsch abfriere.

Bis später, Daniel.

 

Cairns, den 01.04.08

Hallo aus Cairns,

bin gerade angekommen und habe mir zwei Bier gegönnt. Mehr kann ich noch nicht sagen. Die Zugfahrt in Brisbane zum Flughafen hat 13 $ gekostet, der Flug von Brisbane nach Cairns hat 149 $ gekostet.
Mal schaun wie es hier so weitergeht. Morgen weiß ich mehr.
Ich hoffe, ihr wurdet alle schön in den April geschickt.

LG, Daniel

 

Brisbane, den 31.03.08

ich verbringe die Nächte ja nur noch in Mehrbettzimmern. Das ist ätzend. Aber in Byron war es ganz witzig. Da war ein Spanier und später dann noch drei Mädchen aus Norwegen. Die waren ja so was von unordentlich. Man kriegte kein Bein mehr an die Erde. Eine von denen mußte 400 Dollar Strafe zahlen wegen Urinierens in der Öffentlichkeit. Hat sie erzählt. Die drei waren völlig betrunken, als der Abend für die beendet war.
Das sind aber auch strenge Verordnungen hier. Wenn man nach 02:00 Uhr ne Bar verlasest, zum Beispiel um eine zu rauchen, kommt man hinterher nicht mehr rein. Super Sache. Aber der Laden war ganz witzig mit auf Tischen und Bänken tanzen.
Ich hätte mir heut fast ne Jeans gekauft, aber hab dann beschlossen, dass die eine ausreichen muß. Zu Hause hab ich ja genug.
Heute mußte ich aus dem Zimmer raus und später kriege ich dann ein neues. Hätte ich vorher nicht gebucht, hätte ich gar keins gekriegt. In Cairns sind 5 weitere Menschen in meinem Zimmer. Ätzend.
Gestern war ich zum ersten Mal Fast-Food essen bei Hungry Jacks, was dasselbe ist wie Burger King. War aber enttäuscht. Passiert also so schnell nicht noch mal. Heut gab es wieder mal Sushi im China-Viertel. Außerdem hab ich viel Zeit mit Bummeln, nicht Shoppen und im Botanischen Garten verbracht.
Morgen bin ich dann abends in Cairns. Bin gespannt. Das Wetter war gestern und heute übrigens super. Keine Wolke am Himmel. Ist ja auch klar. Gestern saß ich im Bus und heute in der Stadt. Na toll. Ich denke, sobald ich mich wieder einem Strand nähere, fängt es gleich wieder an sich zu bewölken.
Ich hoffe, dass das Paket mit den Bildern ankommt.

Tschüß, Daniel

 

Brisbane, den 30.03.08

Gestern war ich mit ein paar Leuten einen Trinken. War ganz witzig. Eigentlich hatte ich ja schon vorgehabt, Byron Bay auszulassen. Ich bin jetzt sehr froh, dass May mir Byron empfohlen hat. War wirklich sehr schön dort. Alles in allem. Auch die Leute im Hostel waren gut drauf.
Heute bin ich mit dem Greyhound, bei dem ich jetzt auch meinen 750 Km Paß abgefahren habe, in Brisbane angekommen. Ist ne schön Stadt, so mein erster Eindruck. Das Zentrum ist klein und übersichtlich. Das Hostel sauber.
Aber trotzdem bleibe ich nur zwei Tage, weil mich am 01.04. nach Cairns fliege und am 03.04. am großen Riff tauchen gehe werde. Alles schon gebucht.
Bis später, Daniel

 

Byron Bay, 28.03.08

Hallo,
es sieht jetzt wieder alles viel besser aus. Mag sein, dass es an diesem Ort liegt. Hier ist es richtig schön. Leider ist das Wetter sehr wechselhaft, aber meistens doch schön und bestimmt viel besser als bei euch.
War heute auf anraten von May beim Leuchtturm und am östlichsten Punkt von Australien. Außerdem verzichte ich auf anraten derselben Person auf Surfers Paradies und fahre am Sonntag direkt nach Brisbane. Von dort vielleicht zunächst mal auf ne Insel. Aber das entscheide ich dann dort. Je nach dem wie die Verbindungen so sind.
Was das Essen betrifft, bin ich immer noch auf Asiatisch eingestellt und esse Sushi. Beim Trinken bin ich eher beim Weißwein gelandet, nicht beim Bier. Obwohl es hier zum Teil auch Becks gibt. Das ist natürlich, weil es ja viel besser ist als alle anderen hier angebotenen, auch am Teuersten. Sport kommt hier viel zu kurz, müßte ich also dringend mal wieder machen, aber mir fehlt das richtige Equipment. Diese Ausrede lasse ich für mich auf jeden Fall gelten.
Heute Abend werde ich, so wie gestern abend, ein wenig die Kneipen unsicher machen. Hier ist nicht der Sicherheitswahn ausgebrochen, allerdings ist hier das Rauchen in Kneipen genau wie zu Hause verboten. Da muß ich mich wohl dran gewöhnen. Am Ende höre ich wohl noch auf zu rauchen. Wäre ja auch nicht das schlimmste. Dafür trinke ich dann eben mehr. Rauchen hält ja eh nur auf.
Die Route, die ich mir zum Reisen ausgesucht habe scheint ne Art Autobahn zu sein. Alle reisen hier so ziemlich die gleichen Orte an, so daß man einige immer wieder trifft. Vielleicht gehe ich auch doch noch zu diesem berühmten roten Felsen in der Mitte dieses Kontinentes. Zwar sage ich und auch die Australier, die ich hier getroffen habe, dass es eben doch nur ein Felsen ist, aber andere sagen, dass dort erst das richtige Australien zu sehen ist. Darwin soll auch sehr interessant sein. Da es hier ja nicht so sehr australisch aussieht, ist es eine Option. Vielleicht anstelle von Cairns. Da ist allerdings das große Riff. Alles geht nicht. Muß mich entscheiden. Am Besten bei einem oder zwei geistreichen Getränken. Allerdings ist das auch mit Flügen verbunden. Aber was soll’s, bin ja nicht alle Tage hier.
Ich vermisse mein Auto und mein Motorrad. Freue mich richtig mal wieder damit durch die Gegend zu fahren. Hätte ich auch nicht gedacht. Und mein Fahrrad vermisse ich auch. Und meine Wohnung. Oh mein Gott, hab ich etwa Heimweh? Aber Thailand vermisse ich ja auch. Kann also nicht so schlimm sein.
Vielleicht kommen bald wieder ein paar Bilder dazu, denn ich habe die bisher gemachten auf CDs gebrannt und weggeschickt, so daß der liebe Steckel die vielleicht zum Teil einstellen kann.

So, dass war es erst mal. Es regnet schon wieder. Son Scheiß.

Bis demnächst, Daniel.

 

Immer noch Nimbin aber nur noch ne Stunde, 27.03.08

Hallo,
meine Laune ist schlecht. Ich habe keinen Plan für die nächsten 2 Wochen, die ich noch in Australien bin. Hier ist alles so teuer, so dass ich nur in diesen Massenräumen unterkommen kann. Und da hab ich keinen Bock mehr drauf. Keine ruhige Minute, keine Privatsphäre. Geht gar nicht.
Wenn ich könnte, würde ich wieder nach Thailand zurückkehren. Da war alles schön günstig und ich hatte eigentlich immer meinen eigenen Bungalow für weniger Geld als hier für ein Bett in einem Raum mit 7 weiteren Betten. Außerdem mußte man da nicht schon vorher alles buchen.
Wie zur Hölle bin ich bloß auf Australien gekommen. Ich könnte natürlich den Rest meines Aufenthaltes so viel Bus fahren, Zug fahren oder Fliegen, dass ich mich nicht mehr viel in diesen Backpackerunterkünften aufhalten muß. Aber das ist ja auch sauteuer.
Cairns sollte ja mein Ziel sein, aber ich habe gehört, dass es da 1. sauteuer sein soll, 2. dass man außerhalb von Cairns erst schöne Strände vorfindet und außerdem gibt es da gefräßige Salzwasserkrokodile. Außerdem ist da die Saison von den Kastenquallen, die nicht gut für einen sind.
Ich glaube die beste Variante hier zu reisen ist mit einem Wohnmobil, oder wenigstens so etwas Ähnliches. Da kann man dann viel spontaner agieren und muß nicht in diesen Legebatterien hausen. Obwohl, Sprit ist auch nicht so günstig hier.
Na mal schaun wie mir Byron Bay gefällt. Heute hat es geregnet und mir war kalt. Jetzt wird es aber wärmer.
So, bis später, desperate Daniel.

Nimbin, den 26.03.08

Hallo, ich befinde mich zur Zeit in Nimbin. Ein kleiner interessanter, alternativer Ort. Demnächst findet hier ein Festival statt (dazu mehr unter
www.nimbinmardigrass.com). Aber da bin ich leider schon wieder weg.
Vielleicht auch ganz gut so. Hier vereinigt sich ein wenig Amsterdam, Bambule und Rote Flora. Dazu viel Greenpeace und Robin Wood. Alle Sprüche zu den Themen Energie und Umwelt und Krieg sind hier zu finden. Im Prinzip ist der Ort eine große Kommune.
Mal abgesehen von den Touristen, wie ich es einer bin.
Morgen geht’s für mich nach Byron Bay. Und dann wahrscheinlich nach Brisbane.
Und ich hab endlich diese hüpfenden Dinger gesehen, die mit dem Beutel und den Boxhandschuhen im Cartoon. Papageien fliegen hier auch wild durch die Gegend. Überhaupt ist die Natur hier Interessant. Und ich wurde von noch nichts giftigem gebissen. Was mich glücklich macht.
Hoffe Frohe Ostern gehabt zu haben und ich wünsche euch besseres Wetter und das der Frühling bald anfängt.

LG, Daniel.

Coffs Harbour, den 19.03.08

ob ihr es glaubst oder nicht, abr ich bin  ausgelaugt. Reisen strengt an. Und hier ist nichts so einfach wie in Thailand. Spontanitaet ist hier unmoeglich. Gestern waere ich fast nicht mit diesem bloeden Greyhoundbus mitgekommen, weil ich nicht 24 Std. vorher einen Platz reserviert hatte. Dabei war der Bus halb leer und in der Werbung sagen sie, dass man mit so nem Kilometerpass total flexibel rein und rausspringen kann. Von wegen. Man muss sich erstmal mit dem Busfahrer absabbeln. Das Hostel musste ich auch vorher buchen, sonst waere ich nachts nicht reingekommen. Die naechsten Tage bleibe ich hier, weil wegen Ostern alles andere ausgebucht ist. Musste, um ueberhaupt weiterzukommen, schon jetzt meine naechste Unterkunft (in Nimbin) buchen und den Bus dorthin klar machen, obwohl ich erst am 24.03 hier los kann. Wenn das so weitergeht, habe ich am Ende ne voellig durchorganisierte Tour. Das ist nicht das freie Backpackerdasein, das ich mir so vorgestellt habe. Der bloede Busfahrer hat mich dann noch gefragt, wieviel Alkohol ich denn getrunken hatte. Ich hatte zwei Glaeser Wein zum Essen getrunken. Ich koennte ja andere Mitreisende belaestigen. Die sind hier nicht ganz dicht. An allen schoenen Plaetzen stehen Verbotsschilder wegen Alkohol trinken nach 22:00 Uhr und so weiter. Eigentlich darf man hier so gut wie gar nichts.
Also bisher bin ich von Australien nicht ganz ueberzeugt. Es ist zwar alles sehr sauber und ordentlich hier. Aber vielleicht ein bisschen zu sehr fuer meinen Geschmack. Ausserdem ist es sau teuer hier.

Wie auch immer. Bleibe also bis zum 24.03 hier in Coffs Harbour, dann weiter nach Nimbin, dann nach Byron Bay, dann nach Surfers Paradies, dann Brisbane, dann Cairns, dann zurueck nach Sydney. So weit die Theorie.

Also bis demnaechst, Daniel

 

Hallo aus Wingham, Australien, den 18.03.08

Leider kommen wohl nicht alle Texte und Bilder an. Bin halt weit weg.
Ich bin gut in Australien angekommen. Sydney ist schon nicht schlecht, aber auch nicht ueberwaeltigend. Eine sehr hecktische Stadt. Alle sind sie am Rennen. Schoene Cafe's gibt es zwar, aber die meisten sind in den Einkaufscentren und niht an der frischen Luft. Und teuer ist es hier natuerlich auch. Meine erste Unterkunft in Sydney, die hatte ich schon von HH aus gebucht, war grausam. Ein riesiges Backpackerhotel und ich in einem vollen 8 Bett-Zimmer. Stinkig, schimmelig, dreckig. Habe mir am naechsten Tag erstmal eine neues Zimmer in einer anderen Backpackerunterkunft gesucht. War dann auch viel besser.
Das wichtigste, also die Oper habe ich gesehen und natuerlich fotographisch festgehalten.
Am dritten Tag bin ich dann mit dem Zug nach Wingham, einem verschlafenen Nest wie Badbergen, gefahren, wurde dort von meinem Bekannten, der dort Polizist ist, am Bahnhof abgeholt. Er wohnt auch mit seiner Familie (Frau und zwei kleine Maedchen 1=3 J) in der Polizeistation.
Er hat mir dann die letzten Tage die Umgebung gezeigt, waren bei Freunden grillen, bin mit auf Streife gefahren, waren Golf spielen. Alles sehr entspannt. Die Gegend sieht ein wenig so aus wie im Allgaeu. Sehr gruen, huegelig und viel Wald, Fluesse und Seen. Mal abgesehen von den Flughunden oder Flugfuechsen, also Fledermaeusen alles ganz normal hier. Sogar die Kuehe sind schwarzweiss wie bei uns.
Gestern ist hier vorm Haus ne alte Dame umgekippt und musste wiederbelebt werden. Bzw. wurde beatmet und herzdruckmassiert, bis die Ambulance kam. Waren aber genug Leute vor Ort zum Helfen. Sonst haette ich noch rangemusst. Die Dame liegt nun auf der Intensiv und ist noch am Leben. Aber gut sah die nicht aus. Ziemlich blau, zu wenig Sauerstoff. Sachen passieren hier auf dem Land.

Heute Abend geht mein Bus nach Coffs Harbour. Von dort will ich dann langsam hoch bis Brisbane, von dort mit dem Jet weiter nach Cairns. Dann zurueck nach Sydney und dann nach Neuseeland

 

Sydney, den 12.03.2008

Guten Tag,

seit gestern treibe ich mich nun in Sydney herum. Am 10.03. verließ ich gegen mittag mein Hotel in Bangkok und fuhr zum Flughafen. Mein Flug ging zwar erst um 17:25 Uhr, aber ich bekam die Zeit gut herum auf dem Flughafen. Leider konnte die Maschine wegen technischen Defektes erst 3,5 Std. später abheben. Das war doof. Der Flug war langweilig und ich mag es auch nicht mehr. Dieses lange (9Std) Herumsitzen ist ätzend. Und obwohl ich über nacht geflogen bin, konnte ich nicht schlafen. Kam dann gegen 10 Uhr Ortszeit in Sydney an, setzte mich in den Zug zum HBF und ging zu meinem Hostel für Backpacker.
Ich hatte bereits bei der kompletten Buchung der gesamten Reise bereits eine Nacht dort vorgebucht.
Mag sein, dass ich mittlerweile verwöhnt bin, aber das ging gar nicht. Ich hatte mich vor Monaten für ein 8 Bett Zimmer entschieden. Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Großer Fehler.
Das Hostel war zwar voll belegt, aber auch ekelig dreckig, kaputt und überhaupt. Darum habe ich auch nach einer Nacht entschieden, dass ich wechsele.
Nachdem ich meine 11KG Gepäck ins Zimmer geschmissen hatte, ging ich auf Erkundungstour. Sydney ist teuer, laut und hektisch. Und überall sind Kameras und irgendwie gefällt mir das nicht. Zu viel Kontrolle. Und alle sind hier am Laufen. Die Gehen nicht, die Laufen. Um bei den kurzen Grünphasen der Fußgängerampeln über die Strasse zu kommen, muß man aber auch fast rennen.
Dann wollte ich in eine Bar gehen. Auch hier totale Sicherheit. Die 6 oder 8 Türsteher waren mit Metalldetektoren bewaffnet, ich wurde abgetastet und sogar gefragt, wie viel ich denn trinken will. Die spinnen hier total. Und von wegen frei bewegen. Mal eben raus auf die Strasse zum Rauchen? Ne, in einen extra Bereich. Ich trug ein Basecap. Durfte ich dort aber nicht. Wie gesagt, völlig verrückt. Das muß besser werden. Ich hoffe, dass die nur hier in Sydney so sind.
Hab mir heut ein neues Hostel gesucht. Hab jetzt eins mit einem 4 Bett Zimmer. Hab das Zimmer noch nicht gesehen. Das Hostel macht aber einen besseren Eindruck.
Nachdem ich mir das neue Hostel ausgesucht hatte, machte ich Sightseeing
Sightseeing war gut und anstrengend. Habe mir das Maritime Museum angeschaut, einen Nachbau des Schiffes, mit dem James Cook Australien entdeckt hat. Bin mit der Fähre gefahren, um die weltberühmte Oper ja von allen Seiten zu sehen. Na ja, eigentlich wollte ich noch zum Strand, aber das schaffe ich jetzt nicht mehr.
Und ich brauche neue Füße. Hab das Gefühl durch ganz Australien gelaufen zu sein, na ja, mindestens durch ganz Sydney.
Morgen werde ich um 11 Uhr in den Zug nach Wingham steigen und werde dort um 17:00 Uhr von Dave abgeholt.
Dave ist ein australischer Polizist, der mal längere Zeit in HH war und dort Peter und Mauli besucht hatte. Das ist jetzt schon 10 Jahre her. Aber dort habe ich ihn auch kennengelernt und nun sieht er ja, was er davon hat.
Und wie es dann weitergeht, weiß ich nicht.
Müßte mir ja eigentlich ne Menge anschauen, wo ich schon mal hier bin. Aber das ist alles so teuer hier. Na mal schaun.
Fotos habe ich natürlich ne Menge gemacht. Insgesamt reichen die glaube ich für ein paar Stunden Fotoschau.
Das letzte Mal hat es mit dem Foto Hochladen nicht gelappt. Hat mich trotzdem 2,5 Std gekostet. Werde es die Tage noch mal versuchen.

Bis dann, euer Daniel

 

Bangkok ein Tag später. Weiter im Text.

Bei der Bootsfahrt kam ich natürlich auch nicht ohne ein obligatorisches Motorproblem aus. Die Gänge ließen sich nicht mehr einlegen und wir trieben mal wieder manövrierunfähig in der Gegend herum. Ich sollte nicht mehr auf kleine Boote gehen. Bin so ne Art Klabautermann und bringe Unglück über jeden Seemann.

Um 16:00 Uhr war ich dann zurück in dem Ort Phang nga. Wartete eine Stunde auf den Bus, der mich dann nach 3 Std. Fahrt nach Surrathani brachte. Dort wartete ich dann bis 23:20 Uhr auf den Zug. Denn ich bin von dort mit dem Zug nach Bangkok gefahren. Ich hatte gehört, dass das ein Erlebnis sein soll. Allerdings war da von der zweiten Klasse die Rede. Die war leider schon ausgebucht. Darum hatte ich die Wahl zwischen der 3. Klasse, bei der ich hätte sitzen müssen und der 1. Klasse mit Schlafabteil. Da die Fahrt über 10 Stunden dauerte, entschied ich mich für die 1. Klasse. Kam dann gegen 10Uhr in Bangkok an, setzte mich in die U-Bahn und fuhr nach Downtown. Geschäftsviertel, Restaurants, Bars und Kneipen. Hochhäuser, riesige Hotels. Traffic ohne Ende. Immer Stau. Ein Skytrain, eine U-Bahn, die Strasse. Leben und Gewusel in mehreren Ebenen. Und eine Stadt, die sich ständig verändert. Da geht man zum Beispiel auf dem Hinweg über den freien Gehweg, so befinden sich dort auf dem Rückweg Hunderte von kleinen Ständen mit Essen und Kleidung und allem Schnickschnack (vom Samuraischwert über andere Waffen bis hin zu Kinderspielzeug). Wo eben noch ein Geschäft war, ist nun die Metalljalousie unten und davor stehen Stühle, Tische und ein Rollwagen, auf dem die unterschiedlichsten Gerichte zubereitet werden.
Überhaupt dreht sich hier sehr viel ums Essen. Verhungern muß man hier auf Grund von Mangel an Möglichkeiten nicht. Diese kleinen Wagen sind irgendwie überall.
Ich habe gestern auch einen Wagen gesehen, das wurden fritierte Käfer, Heuschrecken und so Angeboten. Ich denke, ich werde das heute mal ausprobieren, bevor ich mich in eine deutsche Bar begebe und Bundesliga gucke.
Massagen werden hier auch überall angeboten und man wäre ziemlich bescheuert, würde man das für das wenige Geld nicht ausnutzen.
Übrigens, Steckel, hier sind so viele Händler und die meisten von denen halten mich schon für bescheuert, weil ich immer nach Schildern mit der Warnung vor dem Hunde frage. Ich befürchte, dass die hier so was nicht haben. Heute und Morgen versuche ich es aber noch mal.
Jetzt werde ich noch mal versuchen, ein paar Fotos rüberzuschicken.

 

Bangkok, den 07.03.08

Hallo aus der Metropole Bangkok.

Schon wieder so viele Tage vergangen. Und viel passiert.

Auf der Insel Koh Phi Phi war es wirklich sehr schön. Viele kleine Buchten, große Buchten. Viel Dschungel, Berge, aber auch ein kleines, niedliches und vollgestopftes Dorf. Alles da, was das Herz begehrte.
An einem Tag suchte ich nach dem "Beach", weil der Film hier und oder auf ner nahegelegenen Nachbarinsel gedreht wurde. Konnte mich aber an den Film und an die Szenen kaum noch erinnern. Das Kokain oder Marihuanafeld habe ich auf jeden Fall nicht gefunden. Wie auch immer, ich schlenderte so durch den Dschungel und fand dann einen Strand, den ich, zumindest die meiste Zeit, völlig für mich alleine hatte.
Ich lag dort in der Sonne und kam auch die blödesten Ideen. Habe überlegt, womit ich denn was nebenbei verdienen könnte. Hab mich dann daran gemacht, einen Schuhladen aufzumachen (Fotos zum Text werden nachgereicht), dann lag ich wieder so da.
Und plötzlich fiel hinter mir im Dschungel eine frische Kokosnuß laut auf den Boden. die machen ja wirklich ganz schön Lärm, wenn die so voner Palme krachen.
Was soll ich sagen. Mein Ehrgeiz war geweckt. Ich will sie öffnen! Um mal wieder auf den Film Cast Away zurückzukommen, bei dem Tom Hanks, wie es scheint ein Begleiter durch mein Tagebuch, mehrmals versucht hatte, eine Kokosnuß zu öffnen und erst mit Hilfe von Schlittschuhen den erwünschten Erfolg erzielte, habe ich mich dann auch daran gemacht.
Trotz meines Schuhladens hatte ich keine Schlittschuhe. Somit suchte ich mir eine Muschel als Werkzeug und machte mich daran, das Biest zu zerlegen. Mit vollem Erfolg. Und auch mit Fotos belegt. Am Ende hatte ich die schöne, frische Kokosmilch und konnte sie genüßlich herunterschlürfen. Feuer habe ich dann aber nicht mehr am Strand gemacht. Gebrannt hat es trotzdem. Aber nur auf meiner Haut. Hatte ich im Eifer des Gefechtes nicht so darauf geachtet. Verbrennung ersten Grades.

Am nächsten Tag, nach drei Übernachtungen, verließ ich diese Insel dann auch schon wieder. Es zog mich nach Krabi, weil es dort auch schön sein sollte. Die Fähre legte abseits der Stadt an und ich, immer noch ohne Karte und Infos war mal wieder ein wenig orientierungslos. Ich bekam in Krabi Town ne günstige Unterkunft. Mehr wollte ich erstmal auch nicht. Der Ort ist nicht schön,  wie ich feststellen mußte. Wahrscheinlich nur die Strände, die zum Regierungsbezirk Krabi gehören, sind schön. Nicht die Stadt. Sie liegt an einem Fluß. Das bedeutete, dass es von Mücken nur so wimmelte. Ich hasse Mücken. Völlig entkräftet und blutleer schaute ich mich abends dort um. Gähnende Leere, nichts los. Außer, dass die Bewohner des Untergrundes die Strassen unsicher machten. Ratten liefen durch die Strassen und suchten im Müll nach eßbarem. Und glaubt mal nicht, dass die abgehauen sind, wenn man an ihnen vorbei ging. Hat die gar nicht tangiert. Waren ja auch in der Überzahl. In den dortigen Reisebüros wurden unzählige Touren angeboten, von Elefantentouren bis Höhlenbesichtigungen und Inseltouren.
Hab ich nicht gemacht. Noch nicht.
Ich blieb dort nur eine Nacht. Ließ mich mit nem Roller zum Busbahnhof bringen, stand dort dann vor ner Tafel mit Orten, die von den Bussen angesteuert wurden und entschied mich spontan für Phang nga. Dieser Ort liegt in den Bergen. Hat außer einer eindrucksvollen Umgebung auch nicht viel zu bieten. Aber dort habe ich dann eine Tour gebucht.
Am nächsten Tag ging es dann auch schon los. Mit dem Kleinbus zu einem Fluß. Dort in ein Longtailboat und mit dem dann durch ein Flußdelta, mit Mangroven und Felsen. Wunderschön. Habe sehr viele Bilder gemacht. Dann ging es über raus aufs Meer, wo auch ganz viele kleine, aber sehr hohe Felseninseln herausragen. Dort ging es dann unter anderem zu einigen Höhlen durch die man teilweise mit dem Boot durchfahren konnte, eine wurde zu Fuß besichtig Mit Taschenlampen. Am Ende ging es dann noch zur Bond Insel. Roger Moore und Christopher Lee in "Der Mann mit dem goldenen Colt" lieferten sich dort ein Duell.

Muß nun den Bericht abbrechen, die Zeit ist abgelaufen. Also später mehr und auch schöne Fotos.

Bis später, Daniel

 

29.02.2008

 Hallo,

ich hab es heute doch tatsächlich geschafft. Ich bin auf der Insel Koh Phi Phi. Und es ist hier richtig schön. Und noch eine Korrektur, was mein letzter Aufenthalt betrifft. Ich war nicht Patang, sondern in Patong. Bei den ganzen ongs und angs kann man schon mal durcheinander kommen.

Und wenn ich schrieb, dass es in Haad Rin bei der FMP Geschichte schon nach Ballermann und Co aussah, muß ich sagen, dass es in Patong noch mehr danach aussah. Dafür gab es sogar MC Donalds und Burger King. Und da ich auch mal wieder was anderes essen wollte, habe ich dann...nein, nicht Burger gegessen, sondern war beim Japaner und habe Sushi gegessen. Sehr lecker.

Aber nun bin ich auf einer richtig schönen Insel, leider ist das Wetter heut nicht so gut. Aber das wird hoffentlich noch und dann werde ich ziemlich viele Bilder machen. So richtig günstig ist es hier auch nicht. Hätte nicht in der Hauptsaison reisen sollen. Aber nu ist zu spät.

Bis später, Daniel

 

Pantang, den 27.02.08

Hallo,
ich bin nicht auf der Insel Phi Phi.
Was soll ich sagen? Ich war noch so müde, außerdem hab ich den Wecker falsch gestellt und na ja, war dann auch zu faul aufzustehen. Statt dessen bin ich später aufgestanden und bin mit einem Rollertaxi nach Patang gefahren. Das ist ein ca. 20 Km von Phuket entfernter Strand. Auf dem Foto sah es ganz schön aus, aber die Realität sieht definitiv anders aus. Am Strand sieht man vor lauter Liegen, Sonnenschirmen und Menschen den Sand nicht mehr. Sieht hier auch so aus wie an der Costa Blanca/Brava in Spanien. Und ist auch genauso teuer. Hab es nach langer Suche dann irgendwann geschafft, ein günstiges Zimmer zu kriegen, allerdings ohne Dusche oder WC. Das ist dann eine Etage tiefer. Dafür aber mit AC und TV. Ist ein Neubau und die Sanitäranlagen werden noch gebaut. Kann man ja trotzdem schon mal vermieten. Werde hier trotzdem 2 Nächte bleiben und dann aber auf jeden Fall auf diese Insel Phi Phi fahren. Hoffentlich täuschen die Fotos da nicht auch.
Ich weiß auf jeden Fall nicht, wie man hier zwei Wochen, geschweige denn mehr, Urlaub verbringen kann. Und den dann auch noch genießen. Vielleicht bin ich auch einfach verwöhnt.
Aber hier sind so viele Menschen, Urlauber aus der ganzen Welt. Ich verstehe es nicht. Es gibt doch wirklich viel schönere Ecken.
Vielleicht komm ich ja in den 2 Tagen, die ich hier habe noch drauf.

Bis die Tage, Daniel

 

26.02.2008

 Hallo

Mein Tag gestern (25.02) sah ja folgender Massen aus.
Ich wachte nach einer miesen Nacht (Mücken) um 04:00 Uhr auf, packte meine Sachen, stellte mich vor das Hotel und wartete ab 05 Uhr auf den Minibus. Der kam dann auch mit gewisser Verspätung. Dann ging es zur Autofähre. Von der habe ich super schöne Bilder von der aufgehenden Sonne und den Wolken gemacht. Nach 1,5 Stunden ging es mit einem anderen Kleinbus ca. 4 Stunden weiter zur Grenze. Dort checkte man dann aus, ging auf ein uraltes, klappriges Boot und fuhr über so ne Art Fluß. Dann kurz in Myanmar eingecheckt und gleichzeitig wieder ausgecheckt und wieder zurück. War auch alles überhaupt kein Problem. Während die anderen Teilnehmer wieder zurück nach Koh Samui gefahren sind, bin ich ja mit einem Linienbus nach Phuket gefahren. Das kam mir alles ein wenig unglücklich vor, da ich ja keine Karte von Thailand habe, mich so gut wie nicht vorbereitet habe und keinen Plan habe. Wie auch nicht anders von mir zu erwarten war. Erst der Regen, dann der Bus, wo ich der einzige Tourist war. Dann konnte mir niemand sagen, wo der Bus genau hält und alle Informationen waren nur auf Thailändisch. Ich stieg trotzdem ein. Was sollte schon passieren. Während der stundenlangen Fahrt wurde ein Film auf thailändisch (ging um die 8. Plage, genmanipulierte Heuschrecken) gezeigt und ein Stop in einem kleinen Ort an einer Art Raststätte, wo nichts, aber auch nichts auf englisch stand, gemacht. Egal. Es wurde dann dunkel und ich hatte keine Ahnung wo ich ankommen würde, außer natürlich irgendwo in Phuket. Ich fuhr an Kao Lak vorbei, welches ein schöner Urlaubsort sein soll. Aber im Dunkeln und im Regen konnte ich das nicht erkennen. Auch die Fahrt durch Phuket war nicht besonders Aufschlußreich. Als ich endlich an der Endhaltestelle ankam, verschaffte ich mir kurz einen Überblick und stieg in einem nahegelegenen Hotel ab. Ich befinde mich nun ziemlich im Zentrum und das Wetter ist auch wieder gut. Und meine Stimmung ist auch nicht mehr so düster wie in der Regenzeit.
Heute tingelte ich so durch die Gassen und Strassen und durch die Läden.


Dort habe ich auf Postkarten schöne Ecken gesehen. Zum Beispiel eine Insel, die Phi Phi heißt. Da will ich dann in den nächsten Tagen hin. Von da aus dann nach Khrabi, soll auch schön sein. Unterkünfte suche ich mir dann immer da. Wird schon schief gehen.

Und dann habe ich auch noch einen Laden gefunden, der eine Riesen Auswahl an gebrauchten deutschen Büchern hatte. Ich hätte gerne ganz viele gekauft, habe mich dann aber auf "Der Canyon" von Douglas Preston mit 559 Seiten oder so beschränkt. Dort waren auch diverse Reiseführer von Thailand, die ich mir angeguckt habe und versucht habe, mir schöne Ecken zu merken. Gekauft habe ich keinen. Ging ja auch bisher ohne.

Ich habe euch alle lieb und die nächsten Bilder, wenn die so werden wie die Postkartenbilder, werden noch viel schöner.

Also, dran bleiben.
Euer Globetrotter

24.02.2008

Hallo und guten Tag von Koh Samui.

Folgendes hat sich zugetragen.
Ich war ja nun auf Koh Phangan, in der Ecke, die stark an Lloret de Mar und den Ballermann erinnert und harrte dort aus, weil ich ja zu der tollen F-M-P gehen wollte, die ja am 22.02. stattfinden sollte. Man könnte das fast als eine Art Plan meinerseits bezeichnen. Und was passiert erstmalig in der Geschichte der FMP? Die verschieben den Event um 2 Tage. Die verschieben den Vollmond, ohne Rücksicht auf meine Planung und ohne Rücksicht auf das Weltklima. Die Auswirkungen spüre ich auch gleich. Es regnet heute. Na ja, wie auch immer. Ich wollte nicht länger dort bleiben. Party hin oder her. So fuhr ich am 23.02. mit der Fähre nach Koh Samui. Hab natürlich noch nicht viel gesehen, habe aber schon festgestellt, dass es hier um einiges teurer ist als bei meinen bisherigen Stationen. Dafür kann man hier auch mal deutscher Wörter lesen, in den Speisekarten und an den Strassen. Aber das muß man dann wohl bezahlen.
Darum hab ich mir gedacht, dass ich nicht lange bleibe. Ich werde morgen, am 25.02. früh morgens abgeholt, fahre kurz über die Grenze nach Myanmar, kehre wieder um mit neuer Aufenthaltsberechtigung und düse dann weiter nach Phuket. Befindet sich auf der Westseite von Thailand. Von dort aus habe ich dann noch 14 Tage Zeit, Bangkok zu erreichen.
Das Unternehmen könnte aber auch schief gehen, denn ich habe auf der Seite vom Auswärtigen Amt gelesen, dass man als Deutscher ein Visum benötigt, um nach Myanmar einzureisen. Da bin ich ja mal gespannt. Ob die 10 $, die ich dort bei der Ausreise zahlen muß, wichtiger sind als die Tatsache, das ich kein Visum für dieses Land habe. Aber diese Fahrt wird hier halt überall als sogenannter Visa Run angeboten. Und da wird bei der Nationalität kein Unterschied gemacht und man sagte mir, dass es keine Probleme geben wird.
Na mal schaun.
Werde mich dann aus Phuket wieder melden, Daniel

19.02.2008

Hallo aus Haad Rin.

Ich befinde mich immer noch auf Koh Phangan. War bis gestern im Norden der Insel. Dort habe ich gestern eine heftigste Wanderung zum sogenannten Bottle Beach gemacht. Dort kann man nur mit dem Boot, oder eben über einen Berg zu Fuß gehen. Ich Trottel bin zu Fuß gegangen und hab noch nie in meinem Leben so geschwitzt. Der Pfad zu diesem Beach heißt so, weil überall zur Orientierung leere Plastikflaschen hängen. Und die sind auch nötig, denn der Pfad ist teilweise zugewachsen und man würde sich verlaufen. Und mit Pfad meine ich auch Pfad. Das Ding ist meilenweit weg von einem Weg. Es war ein gefährliches Gekraxel über Felsen, Steine, Sturzbachläufe usw. Ich war so froh, als ich endlich den Strand gesehen hatte und für mich stand es fest, daß der Rückweg mit dem Boot stattfindet. So tat ich es dann auch. War viel angenehmer so. Heute bin ich dann früh los, hab mir wieder so ein Roller Taxi geschnappt und bin damit in den Süden der Insel gefahren. Eigentlich wollte ich mit dem Boot in den Westen, aber die Nußschalen sind zu klein für die rauhe See dort. Und der Landweg in den Westen führt auch nur über den Süden. Also bleib ich doch gleich hier. Hier findet auch zufällig die F-M-P statt. Und ich bin auch schon recht spät dran hier. Hier ist fast alles ausgebucht. Hab einen netten Einheimischen gefunden, der mich dann doch noch zu einem günstigen Bungalow gefahren hat. Hier bleibe ich erst mal bis zum 23.02. und dann will ich weiter auf die Insel Koh Samui.

Aber was soll’s mit der Planerei. Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

So, jetzt zu dir mein lieber Bruder. Was soll das denn heißen? Lohnt sich nicht ne Karte zu kaufen und so weiter. Frechheit. Flüchten. Ne, dass passiert mir nicht noch mal so schnell. Und wenn ich mich mit Malaria durch den Dschungel kämpfen muß, Schlangen essen muß und tagelang nicht zu saufen kriege. Ich bleibe hier. So. Bring du mal lieber mein Motorrad durch den Tüv, damit dass, was wir im Mai vorhaben, auch klappt. Aber ich werde dann ne Karte mitbringen und dir meine Wege, so weit ich sie dann noch zusammenkriegen, zeigen. Lieben Gruß an die Familie.

So, werde mich jetzt mal in meinem neuen Zuhause umsehen.

Lieben Gruß, Daniel

16.02.2008

 Guten Tag,

ich bin jetzt seit einigen Tagen auf der Insel Koh Phangan. Habe mich mit meinem Gepäck am Hafen, wo ich mit der Fähre nach ca. 1 Std. fahrt ankam, auf einen Roller mit Fahrer (billigstes Taxi) geschwungen und ließ mich in den Westen der Insel fahren, wo ich dann wieder einen netten Bungalow bezogen hatte.

Das kleine Areal hatte den netten Namen "Happy Beach". Dort blieb ich dann zwei Nächte, hab, wie es hier so üblich ist gechillt, gelesen und mich ein wenig umgeschaut. Sonnen und Baden war ich natürlich auch. Gegen mich sehen die Insulaner schon wie Bleichgesichter aus. Die haben bestimmt alle Angst vor dem großen. schwarzen Mann. Müssen sie ja aber gar nicht. Ich tu doch nichts. Merken die dann auch sehr schnell. Nach wie vor bin ich der Einzige, der keinen Roller fährt. Macht aber nichts. Mittlerweile bin ich weiter in den Norden gezogen. Dieses Ressort heißt Malibu-Beach. Um zum Meer zu kommen, muß man über eine Brücke gehen, die über einen kleinen Fluß geht. Einen kleinen Bach gab es auch beim Happy Beach. Das blöde an diesen Bächen und Flüssen ist, dass dort die Mücken aufwachsen. Davon gibt es hier leider mehr als genug. Hab mich auch schon mit chemischen Mitteln gegen diese Viecher eingedeckt. Und über jedem Bett hängt hier auch ein Moskitonetz. Leider mal mehr, mal weniger dicht.
Außerdem hatte ich in meinem Bungalow, direkt neben meinem Bett eine Ameisenkolonie. Ich hatte nur gehofft, dass die satt sind. Aber im großen und ganzen darf man sich hier nicht so anstelle. Auch Kakerlaken sehe ich mittlerweile im anderen Licht. Irgendwie sind es ja doch nur große Käfer.
Und das Essen, also das thailändische Essen schmeckt mir hier wunderbar und ich kann gar nicht genug davon bekommen. Obwohl es hier auch andere Sachen wie Burger, Pizza und so weiter gibt, wähle ich immer das einheimische Essen.

Bisher ist, wie ihr lest, noch nicht viel Spannendes passiert. Vielleicht kommt das ja noch. Ich weiß nicht, ob ich es bereits erwähnte, aber ich muß ja, bevor ich am 10.03. von Bangkok weiter nach Sydney fliege, vorher, spätestens am 05.03. noch mal Thailand verlassen, weil ich ohne Visum nicht länger als 30 Tage hier bleiben darf. Ich habe natürlich kein Visum und, obwohl ich das alles vorher wußte, habe ich vergessen die Tage zu zählen, die ich mich nach der Phillipinen-Tour noch in Thailand aufhalte. Es sind halt ein paar Tage zu viel. Ich weiß noch nicht wohin. Interessieren würde mich Saigon bzw. Ho Chi Min, aber dafür brauche ich vorher auch ein Visum. Also vielleicht Malaysia oder Kambodscha. Mal schaun, wäre ja auch nur kurz, damit ich wieder nach Thailand kann und bei der Ausreise keinen Ärger kriege.

Also, es kann noch ne Menge passieren. Nachdem ich diese Insel dann erkundet habe, will ich nach Koh Samui und dann mal schaun. Ist ja noch ne Weile hin. Und am 22.02 ist ja erstmal die Full-Moon-Party. Wobei ich gerade ein Schild gesehen habe, auf dem steht, daß die Party am 21.02 ist. Egal, dann feier ich eben zwei Tage.

Bis später, euer Daniel

13.02.2008

 Hallo,

vielen Dank für die Gästebucheintragungen. Freue mich doch immer wieder was zu lesen. Ich bin immer noch auf Koh Tao, werde aber morgen mit der billigsten Fähre, die ich finden konnte, nach Koh Phangan übersetzen. Das ist ebenfalls ne Insel. Dort finden die, wers kennt, berühmt berüchtigten Full-Moon-Partys statt. Das muß ich mir eigentlich mal angucken. Aber erst am 22.02. Denn da ist Vollmond. Logisch, ne?

Ansonsten geht’s mir sehr gut. Die Stimmung ist relaxt, wie auch nicht anders bei mir zu erwarten.
Gestern habe ich eine Wanderung gemacht. Jawohl. Ich bin aber der einzige hier, der die Füße zum Vorwärtskommen benutzt, denn alle anderen fahren hier mit dem Roller, mit dem Taxi oder mit den Boottaxis. Ich will da natürlich wieder aus der Reihe tanzen und geh halt zu Fuß. Gestern also habe ich mir einen Berg ausgesucht, von dem man einen tollen Blick über die Insel und so hat, ausgesucht. Dieser Punkt heißt deshalb auch "Golden View". Auf dem Weg dahin, durch dieses heiße Klima und die enorme Steigung total entkräftet, mußte ich dann doch fast noch Erste Hilfe leisten. Es war eine staubige, kurvenreiche und steile "Strasse". Ich hörte in der vor mir liegenden uneinsehbaren Kurve einen Crash. Als ich die Krümmung der Kurve erreicht hatte, sah ich eine dünne Gestalt (Thai) neben seinen Roller liegen. Mit dem Gesicht am Boden, Regungslos. Ich spulte mein ganzes Erste Hilfe Wissen im Kopf ab. Das erste war ja immer. Rütteln und weh tun, um zu gucken ob der noch lebt. Er lebte, atmete und Puls wird er wohl auch gehabt haben, denn er schaute mich an. Und wie der gelebt hatte. Es war zwar erst so 10:00 Uhr, aber der atmete keine Luft aus, sondern puren Alkohol. Aus diesem Grund störte ihn seine leicht blutende und stark anschwellende Wunde im Gesicht auch relativ wenig. Ein RTW lehnte er ab.
Es kamen dann andere Einheimische mit einem PickUp vorbei. Der Verunfallte bedankte sich noch lallend bei mir und versuchte dabei gerade zu stehen, was ihm irgendwie nicht möglich war. Ich wollte ihm gerade seine Rechte herunterbeichten, als mir gerade noch rechtzeitig einfiel, dass ich ja im Urlaub bin und auch eine örtliche Zuständigkeit nicht bejaht werden konnte. Ich weiß nicht mal, ob betrunken Roller fahren hier verboten ist. Auf den British-Virgin-Islands war zum Beispiel nicht verboten.
Wie auch immer. Ich war hier nicht mehr von Nöten und trottete ab und zu zurückblickend meines Weges. Ich konnte noch sehen, wie die anderen Einheimischen den Typen wieder auf den Roller setzten und dieser damit stumpf umfiel. Ich weiß nicht, wie sie es final gelöst haben, aber als ich stunden später wieder dort vorbei kam, war dort weder der Roller, noch der Trunkenbold. Der konnte aber auch eigentlich gar nichts dafür. Die Strasse war auch sehr schlecht und es fehlten eindeutig Schilder, die darauf hinweisen, dass der Seitenstreifen nicht, und zwar absolut nicht, befahrbar ist.
Roller fahren soll sowieso ein wenig gefährlich sein. Aber eigentlich sind es die Touristen damit son Problem haben und die folgenden Narben werden auch spaßeshalber Koh Toa, bzw. Koh Phangan Tattoo genannt. Steht hier so im Reiseführer.
Eigentlich kann ich nur von Glück sagen, dass er sich dort hingelegt hat und nicht noch die Kurve genommen und mich mit einbezogen hat in sein Adventure.
Der Golden View war dann auch nicht so schlecht. Ein schlauer Geschäftsmann, hat dort nen Restaurant bebaut. Diesen Punkt dann Viewing Point 1 genannt, für den man 50 Baht zahlen mußte, wenn man den Ausblick genießen wollte. Ein Stück weiter oben, also ganz oben, war dann der Viewing Point 2. Gab es für weitere 50 B. Nicht schlecht. Gar nicht so doof. Unten stand übrigens nichts davon, dass man hier was zahlen muß. OK. 100 Baht sind nicht viel Geld, aber es geht hier ums Prinzip.

So, ähm, weiß gerade nicht weiter. Morgen auf die neue Insel und mal schaun.

Bis später dann.
Und fleißig das Gästebuch füllen.

Leider dauert es hier eine Ewigkeit Fotos Hochzuladen, deshalb gibt es erstmal nicht so viele.

Ich liebe Euch, Daniel

 

10.02.2008

     Hallo von der Insel Koh Tao im Golf von Thailand!

Es war in letzter Zeit nicht so einfach eine Mail zu schreiben. Der Faulpelz-Pilz, eine seltene Krankheit, die insbesondere in warmen Gebieten mit Strand und kühlen Getränken um sich greift, hat mich gebremst. Versuche ihn nur von mir fern zu halten.

So, der letzte Stand war ja, dass ich mit Manni und Al in Sabang war. Es war dort sehr schön. Hat mich ein wenig an Amsterdam erinnert. Viele kleine Kneipen und Restaurants. Dazu das gute Wetter, das Meer und kalte Getränke. Traumhaft.
Am 05.02. mußte ich aber ja wieder los. Reisen ist anstrengend. Wir fuhren wieder mit der Fähre nach Batangas, dem Hafen auf dem Festland, wenn man es so nennen kann. Von dort mit einem Fahrer in einem riesen Wagen (hatte Manni über die Tauchschule organisiert) nach Manila. Während die anderen Beiden noch dort blieben bis zum 08.02., fuhr ich weiter zum Flughafen. Dort hatte ich noch ein paar Stunden Zeit zum Umgucken, Einchecken und so. Irgendwann um 22>05 Uhr hob der Flieger ab nach Bangkok. Dort um 02:30 Uhr angekommen, wollte ich ja nun endlich meinen Rucksack wiederhaben und ab ins Hotel. Ich war nämlich müde. Aber der Schalter, an dem ich meinen Rucksack bekam, machte erst um 09:00 Uhr auf. Ich war total begeistert. Ich hing dann also halb wach, halb schlafend auf dem Flughafen herum, den ich mittlerweile besser kenne als die Reinigungskräfte dort. Kam mir schon vor wie Tom Hanks im Film Terminal. Ach ja, das letzte Mal war es Cast away. Was für Filme hat der noch so gedreht? Apollo 13! Na, das laß ich mal lieber.

Dann hatte ich endlich meinen Rucksack wieder. Und damit viel zu viel zum Schleppen. Aber egal.

Na ja, um halb zehn bin ich dann in den Airport Express Bus 2 gestiegen, der mich direkt zur KhaoSan Road fuhr. Und dort in der Nähe war mein Hostel. Dort kam ich um 12:00 Uhr an, wollte einchecken und schlafen. Aber nix da. Mein Zimmer war noch nicht gereinigt. Ich sollte doch so gegen 14:30 Uhr wieder vorbeikommen. Mein Gepäck ließ ich dort und ging wieder in die KSR, um mich dort umzuschauen. Dort sind Tausende von kleinen Lädchen und Ständen und Cafes und Restaurants und Kneipen und Backpacker und komische Leute.

Die wollen einem da alles Mögliche andrehen. Sogar meine Zukunft und meine Vergangenheit meinen einige von denen zu kennen. Hätte der gewußt, wie viele Stunden ich nun nicht geschlafen habe, hätte der mich nicht angesprochen. Als mich der kleine Hunger überkam, wollte ich doch dann tatsächlich mal etwas an einem etwas größer als ein Einkaufswagen rollenden Speisewagen essen. Aber die Dame hatte wohl ihren Reisegewerbeschein vergessen, denn die Polizei ließ sich am Eingang dieser Einbahnstrasse blicken und sie zog mir ihrem Wagen in eine dunkle Gasse davon. Überhaupt war in diesem Moment Bewegung.

Ich hatte auf jeden Fall gar nicht so viele Böcke auf Shopping oder sonst irgend etwas in der Strasse und ging zurück zum Hotel. Als ich endlich in mein Zimmer konnte, schlief ich auch gleich ein. Abends versuchte ich dann noch mal einen Ausflug in die Strasse. Aber da es schon nicht  mehr so früh war und die überwiegend englischen Jugendlichen sich der Strasse bemächtigt hatten und in ihrem typischen Stil volltrunken durch die Gegend grölten, war ich auch nicht sehr lange dort. Hätte zu lange gedauert, mich anzupassen. Am nächsten Tag stand für mich fest, dass Bangkok im Moment nicht das richtige für mich ist. Also buchte ich die Tour auf die Insel Koh Tao.

Um 20 Uhr wurde ich mit einem Pick-Up abgeholt. Bis dahin tat ich dies und das. Guckte DVD I'M Legend im Straßenrestaurant des Hotels. Blöder Film, wie ich finde.

Ach ja, vorher am Nachmittag war ich natürlich wieder in der KhaoSanRoad. Hab mich dort in ein Straßencafe gesetzt und habe mir das Treiben angeschaut. Dabei laß ich das Buch Piccadilly Circus liegt doch nicht in Kumla o. ä. von Hakan Nesser. Das Buch war auch nicht so der Bringer. Hab es, nach dem ich es durchgelesen hatte signiert und im Cafe gelassen.
Viel spannender war da schon der Regen, der die ganze Strasse unter Wasser setzte und aus der Road ein River wurde. Ich hatte einen prima Blick auf das Chaos. Schirme flogen durch die Gegend, Leute flüchteten vor dem Regen und überquerten den Fluß bei einer Furt direkt vor dem Cafe. Die Autos mußten schön langsam fahren, um Sog und Wellenschlag zu vermeiden. Es war schön anzuschauen. Als der Regen aufhörte, machte ich mich wieder auf den Weg. Mußte dann aber feststellen, dass ich auch nicht trockenen Fußes weiterkam. So watete ich auch durch die dreckigen Fluten, um zum Hotel zu kommen.

So, der Pick-Up fuhr mich zum Bus. Der war sehr voll und sehr unterkühlt. Außerdem sehr eng. Die Fahrt ging von 21:00 bis 05:30 Uhr nach Chumphon, an der Küste. Dort ging es dann um 07:00 Uhr 1,5 Std. mit der Fähre weiter nach Koh Tao. Hier ist es schön. Bin vom Pier aus einfach mal frech nach rechts gegangen, bis ich, durch einige teure Ressorts, durch einen kleinen Wald bis an eine kleine gemütliche Bucht kam. Dort habe ich mir einen Bungalow geschnappt für wenig Geld, 7,3 m vom Wasser entfernt, auf Stelzen, wie im Film. Total schön.

So, keine Lust mehr. Muß jetzt was essen.

Lieben Gruß nach Deutschland

 

29.01.2008

Guten Tag liebes Tagebuch,
es tut mir furchtbar traurig das ich dich in der letzte Zeit so vernachlässigt habe, aber es ging halt nicht anders.
Was bisher geschah:
Anfangen will ich kurz mit dem Tipp-Kick-Turnier, welches am 29.12.07 oder am 28.12.07 (ist schon so lange her) stattfand. Hier wurde mal wieder gedrückt und geschluckt und alles was so dazu gehört. War ne tolle Geschichte mal wieder. Allerdings bin ich in der Bratwurstrunde gelandet. Hatte halt viel Pech.
Das nächste sensationelle Ereignis war dann die Sylvesterparty bei Naddel und Heiho. Bin sehr schön, ruhig und besinnlich ins Neue Jahr gestartet und traf dort das erste Mal in meinem Leben auf die Steffi. Die ist jetzt meine Freundin, weil wir das für ne gute Idee halten. Das mit dem Zusammenkommen hatte aber ein bißchen gedauert. Mehr schreibe ich dazu aber nicht. Außerdem wurde ich bei der Party davon überzeugt, dass es ne gute Sache ist, wenn ich gegen alle Vernunft doch noch mit nach Sölden fahren sollte. Nach genügend Überzeugungstrank hätte ich schwören können, dass es meine Idee war.
Da bin ich dann auch schon bei dem nächsten Ereignis. Ne, nicht Sölden, erst die Buchung meiner Tour. Weil es Sinn macht, ganz viel Geld für Flüge und Unterkünfte auszugeben und das alles mit einem Skiurlaub, bei dem die Möglichkeit besteht, dass man eventuell mal aus Konzentrationsmangel, Müdigkeit, Restalkohol und ne Spur von Leichtsinn, wieder gefährdet.
Aber wer mich kennt, weiß daß da nichts schiefgehen konnte.
So war es dann auch, dass ich sowohl die Fahrt mit Witti, Volker und Hinni, als auch die 4 Tage dort, als auch zwei Abfahrtsversuche mit einem sogenannten Schneebrett, nahezu unbeschadet überstanden habe.
Dann war das auch erledigt und es folgte ein wunderschönes verlängertes Wochenende mit Steffi.
Und dann war auch schon der Tag vor dem Abflug, den ich gemütlich bei und mit meinem Freund Schroe verbringen wollte. Der aber wollte offensichtlich nicht mit mir alleine einen Trinken und lud zu meiner Freude und Überraschung den Witti, den Botho und den Jockel ein. Ein Getränk ergab das andere und es folgte eine kurze Nacht auf May's Sofa.
Apropos Soja, die Zeit nach meiner ungeplanten und überraschend frühen Rückkehr aus der Karibik habe ich überwiegend auf Sofas geschlafen.
Vielen Dank an alle, bei denen ich übernachten durfte und die es mir angeboten haben. Ohne euch wäre ich ganz schön schlecht dran gewesen.
Es war ne interessante, abwechslungsreiche aber auch verdammt anstrengende Zeit. Und ich bin trotz allem so froh, wenn ich irgendwann in meinen eigenen vier Wänden wohnen kann.

Meine Tour diesmal (überraschend viel durchgeplant übrigens) folgender Massen aus:
Am Dienstag, den 22.01.08 wurde ich von Schroe zum Flughafen gefahren. Wir waren spät dran, weil ich getrödelt hatte. Aber ich kam doch noch rechtzeitig an. Im nachhinein sogar zu früh, denn der Flug nach London Heathrow mit British Airways verspätete sich. Wir waren zwar nach ner halben Std. nach der geplanten Zeit im Flieger, dieser startete aber dann erst nach einer Stunde. Dafür durften wir dann aber auch noch ein paar Kreise über London ziehen. Zeit genug also um noch mal (Ohne England, fahrn wir zur EM anzustimmen)(die hätten es eh nicht rechtzeitig geschafft)
Das Problem war aber, dass meine Zeit, um mein Boardingpass für meinen Anschlußflug nach Bangkok zu besorgen, um vom T. 1 zum T.4 zu kommen, bedenklich schrumpfte. Wenigstens brauchte ich mich um mein Gepäck, also meinen Rucksack, der sage und schreibe nur 11,3 KG wog, nicht mehr zu kümmern, denn das wurde bis Bangkok mit Quantas durchgebucht.
Ich hetzte also gemütlich zum richtigen Gate und bekam einen richtig tollen Sitzplatz. Denn ich war der letzte, der die Maschine betrat und auch der letzte, der sich einen Sitzplatz hätte aussuchen können, hätte man mich gefragt. So kam es, dass ich drei Sitze, also eine Reihe vom Gang bis zum Fenster für mich allein hatte. Das ist zwar unkommunikativ, aber bei dem Unterhaltungsprogramm in dem Flieger war das völlig egal.
Die Zeit verging wie im Fluge.
Und schon landeten wir in Bangkok. Ein riesiger, moderner Flughafen. Wahnsinn.
Die Einreise verlief ohne Schwierigkeiten!!!!!
Aber zu früh gefreut. Ich ging zum Gepäckband und wartete. Und wartete. Und wartete. Das mein Gepäck zu 99% mit am Ende erscheint war ich ja schon gewohnt. Diesmal kam es gar nicht. Das war mir neu. Aber mein Gepäck hetzte wohl noch gemütlicher in London von Flieger zu Flieger und hat es wohl nicht mehr geschafft. Obwohl keine Tee-time war. Oder haben die meine EM-Gedanken gelesen und wollten mir einen reinwürgen?
Egal, ich in Bangkok, ca. 16:00 Uhr Ortszeit. Mein Anschlußflug nach Manila ging in ca. 9 Stunden. Zeit genug also die Gepäckfrage zu klären. Lief auch ganz gut. Man wußte wo mein Gepäck war, eben noch in London und ich teilte ihnen mit, daß ich es dann gerne die nächsten Tage in Manila hätte. Dafür gab es dann sogar noch 2500 Baht. 
Ich verbrachte die Zeit dann also am Flughafen mit Leute gucken, Essen, Trinken und Dösen. Kaufte mir ne Zahnbürste und Zahnpasta und bestieg dann irgendwann die Maschine der Cebu-Pacific-Airline nach Manila.
Dort wurde ich dann von Manni und Al abgeholt. Um 05:30 Uhr morgens. Das sind Kumpels. Und die hatten noch nicht einmal durchgemacht, sondern sind dann extra aufgestanden. Aber sie haben wohl ziemlich lange darüber diskutiert, was denn die bessere Variante ist. Weiß jetzt nicht, wer sich da durchgesetzt hatte. Wir fuhren dann zum Haus der Eltern von Manni und chillten, weil wir alle ein wenig angeschlagen waren. Abends waren wir alle so weit wieder hergestellt, das wir einen Trip in die Innenstadt von Manila unternahmen.
Was soll ich sagen, eine interessante Metropole, die allerdings auch sehr laut, ein wenig ungepflegt und versmogt ist. Die Taxifahrten  in dem Verkehr waren ein echtes Abenteuer. Und dazu noch sehr. Das Kneipenviertel war auch gut und das Bier, die Zigaretten und die anderen Getränke schmeckten gut und nach mehr.
Nichts desto trotz beschlossen wir den nächsten Tag in Ruhe zu verbringen, in einer riesigen Mal (Einkaufszentrum) shoppen zu gehen und den darauffolgenden Tag nach Sabang (Insel, Strand, Meer, Taucherparadies) zu fahren. Mein Gepäck habe ich für meinen Aufenthalt auf den Phillipinen abgeschrieben. Die hätten das irgendwie nicht hingekriegt. Habe es in Bangkok Zwischenparken lassen und stoße hoffentlich am 06.02. wieder darauf.
Die Mal, in der ich mich mit den nötigsten Klamotten versorgt habe, ist riesig. Ne Kleinstadt auf ich weiß nicht wie viel Ebenen. Dann drin fährt sogar ne kleine Eisenbahn und dort ist auch ne Loopingbahn. Und noch viel mehr. Und alles sehr günstig in einer trotzdem sehr guten Qualität.
Am Samstag sind wir dann mit Taxi zum Hafen und dann mit einer abenteuerlichen Fähre nach Sabang gefahren. Und hier bin ich jetzt den vierten Tag. Die anderen Beiden (also Al und Manni) machen hier einen Tauchschein und ich mach das, was ich am Besten kann. Nichts.
So, ich hoffe ich nichts Wichtiges vergessen. Hoffe daß der Stoff interessant rüberkommt und daß sich meine Leser nicht langweilen.

Lieben Gruß nach Deutschland,
Euer Daniel

 

2007

 

19.9.2007

 Gruß aus London.
Mußte dort weg. Das Boot war nicht mehr zu retten. Und meine Unterkunft war auch nicht so prickelnd. Wegen der Kakerlaken und so. Bin sozusagen ganz unten angekommen. Habe mir auch echt die falsche Insel für diese Erfahrung ausgesucht. Montserrat ist vor einigen Jahren von mehreren Vulkanausbrüchen zurückgeworfen worden. Kein Equipment für Rettungsaktionen. Selbst das mit dem Wegkommen von der Insel war nicht so einfach, weil dort am Tag nur drei kleine Flugzeuge(20 Personen) landen, Rückständiges Reisebüro usw. Und das Wrack verkaufen ging auch nicht, weil man es eben so schlecht erreicht und da überhaupt Keiner Geld für so was hat. Und die Leute dort auf der Insel hatten ja auch erst alles verloren. Wie auch immer, dieser Part meiner Reise ist beendet. Aber ich werd mir schon was einfallen lassen. Bis denne

 

17.9.2007

 Danke für die aufmunternden Worte,
die habe ich auch dringend gebraucht. Nachdem ich hier nun alles versucht habe das Boot zu retten, gebe ich nun auf. Nichts zu machen, weil die Küste so gefährlich und unerreichbar ist. Also erstmal wieder zurück. Werde versuchen jetzt einen Fug am Flughafen zu buchen und dann erstmal noch London zu fliegen. Dort werde ich dann versuchen weiter zu kommen. Alles in allem ist das natürlich scheiße, aber ich lebe und bin gesund. Und ich werde jetzt ein Buch schreiben müssen, um das Geld wieder reinzukriegen. Die Zeit habe ich ja jetzt.
Bis bald, Daniel

 

16.09.2007

 Ich noch mal aus Montserrat.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Habe gestern in meiner Verzweifelung Leute mit meinem Problem vollgelabert und habe tatsächlich die richtigen getroffen. Waren heute mal beim Boot, was nicht einfach war zu erreichen und haben den Schaden begutachtet. Morgen werden wir dann versuchen das gute Stück wieder ins tiefere Wasser zu bringen, das hoffentlich nicht zu große Loch behelfsmäßig schließen und dann kann die Tour auch schon fast weitergehen. Mal sehen was das wird. Habe auf jeden Fall ne Menge erlebt und kennengelernt. Ich glaube die halbe Insel kennt schon den Schiffbrüchigen. Und sie sind alle sehr hilfsbereit. Leider fehlt es hier ein wenig am nötigen Equipment, was aber durch Improvision wieder wett gemacht wird. Also ich werd einfach drauf vertrauen, das die Insulaner, die gerne ihr Frühstück mit Rum beginnen, wissen was sie tun. Schlimmer kann es ja eh nicht mehr werden. Meine teure Unterkunft werde ich auch morgen verlassen und mal so richtig einheimisch in ner Hütte schlafen. Hat aber nichts romantisches, sondern ist super schlicht und dafür mehr oder weniger umsonst. Kostet nur ein paar Rum. Würde gerne alles in allem weiter ausholen, aber ich habe keine Zeit mehr.
Live must go on, Daniel

 

14.09.2007

 Hallo,
ich weiß gar nicht wie ich dieses tragische Ende niederschreiben soll. Es war gestern nacht, als ich lossegelte um Guadeloupe zu erreichen. Ich fuhr um die Nordecke von Montserrat und hielt dann in Richtung Südost.
Einen Teil mußte ich die Küste entlangfahren. Diese Küste ist sehr rauh und da ich auf der Luvseite war, wurde ich von Wind und Welle Richtung Küste gedrückt.
War aber erst kein Problem. Denn dafür hat man ja Segel und ein Ruder. Dann aber war der Wind auf einmal zu wenig und die Wellen haben mich zum Ufer gedrückt. Ich habe dann versucht den Motor zu starten. Leider wollte der nicht und ich wurde an die Küste gespült. An einen wirklich ungemütlichen Ort, der sehr schwer vom Wasser aus zu erreichen ist und von Land aus gar nicht.
Also die perfekte Falle.
Als ich erkannte, daß ich aus dieser Situation nicht mehr alleine herauskomme, habe ich per Funk die Küstenwache um Hilfe gebeten. Ich hatte zuerst die Küstenwache aus Guadeloupe dran, die dann vermittelt hat und die Küstenwache von Montserrat alarmiert hat. Als diese dann ca. ne Stunde später dort waren, war meine Ano Sabatico schon mit einem kleinen Loch auf der Steuerbordseite versehen. Die Wellen waren so heftig und das Gebiet so gefährlich, das die Küstenwache nicht zu mir herankam. Also war ich dann den Rest der Nacht auf diesem kleinen Stück eingesperrt. Rechts und links Felsen. Hinter mir eine riesige steile Felswand, von der sich ab und zu mal ein Stein gelöst hat. Und so eingesperrt mußte ich mir angucken und anhören wie meine Ano Sabatico mehr und mehr zerdrückt wurde.
Heute Morgen bei Tageslicht kam dann die Küstenwache mit einem etwas größeren Boot und einem Schlauchboot. Sie hatten Schwierigkeiten ne gute Stelle für die Landung zu finden, weil sich die Wellen dort enorm gebrochen hatten und überall Felsen waren. Also landeten sie ein wenig weiter gen Süden und bedeuteten mir dort hinzukommen.
Ich hatte mittlerweile einiges von meinem Hab und Gut zusammengepackt und hab mich dann über die Klippen auf dem Weg zu deren Landungspunkt gemacht. Sie hatten enorme Schwierigkeiten und ihr Schlauboot war nach kurzer Zeit voll Wasser. Aber irgendwann wollten wir dann mit dem Schlauchboot, meinem Gepäck und den drei Cops, die gekommen waren zurück zu deren Boot. Der erste Versuch ist kläglich gescheitert, weil sich die Wellen des Schlauchbootes angenommen hatten und es kenterte. Meine Sachen waren damit alle Naß, aber das passierte noch mal so ähnlich. Der Motor von deren Schlauchboot ging auch dabei drauf. Irgendwann haben wir es dann mit vereinten Kräften geschafft, aber auch nur schwimmender Weise und das Gepäck und der Motor  waren im Schlauchboot.
Nun sitze ich in einem Hotel, das aber auch nicht wirklich günstig ist.
Ich weiß nicht, was ich nun machen soll.
Es besteht die Möglichkeit mein Boot zu bergen. Dazu müßte eine Spezialfirma aus Antigua kommen und ich weiß noch nicht wie teuer das werden wurde. Dann wäre da natürlich noch die Reparatur, die, wenn überhaupt möglich, wahrscheinlich auch mein restliches Budget bei weitem übersteigen würde. Mit anderen Worten ich übergebe Ano Sabatico nach so kurzer Zeit dem Meer und das schöne Geld von 24.000 $ plus ne Summe X sind jetzt von einem auf den anderen Tag futsch.
Ja, baut mich bitte auf und macht mal Vorschläge was ich jetzt so pleite mit meiner Zeit anfangen kann. Ich habe mir überlegt, erstmal nach Hause zu kommen, Konto und Akku aufladen und dann einen neuen Anlauf zu starten mit Backpacker-urlaub in Asien und Australien.
Das war es erstmal von dem Piraten ohne Boot.
Daniel

 

11.09.2007

 Liebes Tagebuch,
nachdem ich am 09.09. aus St. Barts losgesegelt bin mit dem Ziel St. Kitts ist einiges passiert. Also das Wetter war gut und der Wind den ganzen Tag auf meiner Seite. Bin also direkt zwischen Statia und St. Kitts durchgesegelt und dann links abgebogen. Habe mir das Brimstone Hill Fort von unten angesehen und wollte dann eigentlich zum Hafen. Den hätte ich aber erst in der Dunkelheit erreicht. Weil der Wind so gut war bin ich dann einfach gleich weiter nach Nevis. War gar nicht so einfach dort in der Dunkelheit den Ankerplatz zu finden. Aber es hat geklappt. Ich war so gegen 22 Uhr dort. Ich hatte zwar noch überlegt, ob ich nicht weiter segeln sollte, habe es mir aber leider anders überlegt. Denn am nächsten Tag war das Wetter schlecht, aber ich wollte auch nicht in Nevis bleiben, so das ich halt trotzdem losgesegelt bin. Außerdem wollte ich mir ein Mal dieses ein- und ausklarieren schenken. Also weiter Richtung Montserrat. Genau auf der Hälfte wurde das Wetter immer ungemütlicher. Der Wind wurde in Böen zu stark für meine Segelfläche und die Wellen wurden viel zu hoch. Ich habe daraufhin meine Segel eingeholt und bin mit Motor weiter. War aber noch ein langer Weg. Zurück wollte ich nicht und Montserrat ist zur Hälfte(die mir am nächsten gelegen hätte) gesperrt wegen des Vulkans. In der Mitte der beiden Inseln liegt noch eine kleine Felseninsel, auf der jedoch niemand wohnt und die sehr schwer zugänglich ist. Da die Wellen aber so hoch waren, hatte ich die Hoffnung dort im Wind- und Wellenschatten zu ankern. Es wurde allerdings auch schon wieder dunkel. Als ich dann kurz vor diesem Felsenisland Redonda war, konnte ich von der Insel auch nur noch die Umrisse sehen. Das war mir dann doch zu heikel um dort nen unsicheren Ankerplatz zu suchen. Das war auch so der Zeitpunkt, wo ich schon ziemlich am Ende war und gerne ausgestiegen wäre, geparkt hätte und tschüß, Boot an einen anderen übergeben und Pause machen. Oder doch lieber den Rest des Jahres auf der Außenalster. Aber das ging ja alles nicht. Also mußte ich dadurch. Die Wellen kamen in Fahrtrichtung Montserrat genau von der Seite, was die Sache sehr ungemütlich machte. Um endlich mal ne Pause zu machen, habe ich mich dann einfach treiben lassen. Motor aus und mal schauen was passiert. War auch mal ne Erfahrung. So habe ich mich dann bis 05:00 Uhr heute morgen durch die Nacht gequält, wieder mal in dunkler Nacht einen Ankerplatz gesucht an der felsigen Küste und dann endlich ein wenig geschlafen. Der Hunger und die Sonne haben mich dann wieder geweckt. Montserrat ist ja so was von ausgestorben. Ich muß mich aber erstmal ausruhen und dann muß ich das Wetter wohl mal besser beobachten und dem ganzen ein wenig mehr Respekt entgegenbringen. Ich hoffe, dass ich mich schnell erhole, dass ich super Wetter für die Tour nach Guadeloupe haben werde.
Und tschüß

 

08.09.2007

 Joho aus der Karibik,
nachdem ich gestern ja so auf die Franzosen geschimpft habe, bin ich noch fotografierender Weise durch die Gegend gelaufen und habe mir dann ein Restaurant gesucht, um wieder zu Kräften zu kommen. Und ich war wirklich erstaunt, als der Kellner sagte, daß wir auch deutsch sprechen können, das wäre kein Problem. Da war ich ja fertig. Da mußte ich ihn doch gleich mal einiges fragen. Er hat zum Beispiel ein paar Jahre in Karlsruhe gearbeitet. Er konnte wirklich sehr gut deutsch. Er teilte mir mit, dass zur Zeit absolut nichts los sei in St. Barth (diesen Eindruck hatte ich allerdings auch schon gewonnen, denn die meisten Läden hatten zu, waren vernagelt und verlassen). Ich nutzte die Gelegenheit, um nach Manja zu fragen. Ich hatte diese Manja vor Jahren mal in Hamburg in der LoLa kennengelernt, mich mit ihr verabredet und dann leider den Kontakt verlieren müssen. Sie hat hier auf der Insel nämlich einige Jahre gearbeitet. Sie wollte aber schon damals nicht mehr lange hier bleiben, aber man weiß ja nie. Er kannte sie auf jeden Fall nicht. Und selbst wenn sie hier noch gearbeitet hätte in dem Hotel, von dem ich natürlich den Namen vergessen habe, wäre dies bestimmt zur Zeit geschlossen, denn hier haben nur noch drei Hotels geöffnet, wegen der Hurricanes. Wie auch immer, der Salat war sehr lecker dort, aber auch nicht billig. Anschließend bin ich weiter durch den Ort gezogen, bis ich in einem Supermarkt gelandet bin, in dem ich mich erstmal wieder für einige Tage versorgt habe. Eine Flasche billigen, aber süffigen Roseweins war auch dabei. Als ich dann zurück auf der Ano Sabatico war, die Sonne unterging, fing ich an diesen Wein zu testen und er schmeckte sehr gut. Es fing kurz, aber heftig an zu regnen und ich nutzte die Gelegenheit, um mich mal von dem Salz auf meiner Haut zu befreien, denn ich hatte seit Tagen ja nicht geduscht, sondern bin halt nur schwimmen gegangen. Igitt! Egal, alles verzog sich in die Boote, und ich habe mich auf mein Deck gestellt und im Regen geduscht. Anschließend hörte ich laut Musik, tanzte nach ner Weile auf dem Boot und sang die Lieder mit. Ich hoffe, dass ihr das eine Lied auch bald hören könnt, denn ich habe es Steckel gemailt.
Und hierzu habe ich dann eine kleine Geschichte, die mir Jim und Paula erzählt haben. Wenn ich schon selber nichts erlebe, dann erzähle ich eben Geschichten, tales.
In Kürze:
Folgendes hatte sich zugetragen. Jim und Paula saßen friedlich auf ihrem Boot in der Marina, als sich ein Typ als Michael Bean vorstellte, mitteilte er sei ein Musiker (ist er auch unumstritten), habe seinen Arm verletzt und müsse aber noch am Abend eine Vorstellung in einem anderen Ort geben. Er bat Jim und Paula nun mit ihm und seinem eigenen Segelboot dorthin zusegeln. Da Jim und Paula, genau wie bei mir ein Abenteuer witterten, gingen sie darauf ein. Mit an Bord war dann noch ein Mädel, dass heilfroh war nicht mit diesem dem äußerlichen Anschein nach eindeutigen Pirat alleine an Bord war.
Das Boot war ein sehr zugemülltes, unaufgeräumtes Segelboot, ohne Motor. Es ging also los. Jim mußte den Anker lichten, weil der gute Michael ja verletzt war. Jim mußte sowieso alles machen. Sie segelten also munter drauf los und dieser Michael sang ununterbrochen Piratenlieder. Plötzlich hatte Jim das Steuerrad in der Hand, worauf der singende Pirat nur meinte: Ach, ist das wieder passiert?
War also ein richtiger Typ. Sie segelten weiter, es wurde dunkel und sie fuhren zu dicht an einem Felsen vorbei, so daß sie sich in Lee von diesem befanden und durch die Strömung in die Richtung der Felsen gedrückt wurden. Ohne Motor eine blöde Situation. Michael sprang daraufhin, vielleicht mal ohne zu singen, in sein Dinghi, forderte Jim auf, das Seil loszuschneiden, weil in dem Durcheinander auf diesem Boot hätten sie niemals das Ende des Seiles und den Knoten gefunden. Also abgeschnitten und der gute Michael zog dann mit dem Dinghi das Segelboot wieder in den Wind, um danach weiterzusingen. In nun richtiger dunkler Nacht kamen dann auch noch andere Fahrzeuge auf sie zu. Problem war, das keinerlei Beleuchtung an Bord war und man sich noch gerade so mit einer kleinen Taschenlampe bemerkbar machen konnte. Endlich angekommen, segelten sie in einen wirklich kleinen, überfüllten Hafen ohne irgendwo anzuecken. Wie gesagt, alles unter Segel. Michael hat ihnen dann noch ein Essen ausgegeben und gesagt, dass das mit dem Auftritt gar nicht stimmte. Dafür haben sie aber eine handsignierte CD von ihm bekommen. Diese CD haben Jim und Paula für mich kopiert und daraus habe ich ein Lied zu Steckel geschickt, der ja vielleicht lokale Künstler unterstützt, weil er und seine Kombo die "Longhorn Neighbours" ja auch so eine Truppe sind. Sind ja auch auf der Homepage von Steckel zu finden unter den Fragezeichen. Ja, dort sind nicht Justus, Peter und Andrew. Steckel spielt übrigens heute auf dem Straßenfest im Cordesweg. Viel Spaß dabei.
An einem der nächsten Tage konnte sich der gute Michael an nichts von der Geschichte erinnern, bzw. hat sie in einen ganz anderen Zusammenhang gebracht. Wer weiß, wie viel Rum der gute schon in seinem Leben vernichtet hat.
Wie auch immer, er ist hier so ne Art Vorbild für mich, obwohl ich ihn leider nicht persönlich kennengelernt habe. Und das Lied handelt natürlich von Piraten, vom Alphabet der Piraten und von Soper's Hole, eine Bucht auf Tortola, in der ich mit Jim und Paula war. Und in dieser Bucht gibt es eine Bar die Jolly Roger heißt, (ich nehme an, diese Aufnahme ist ein Livemitschnitt aus dieser Bar). Und da schließt sich dann wieder der Kreis mit Hamburg und dem FC. St. Pauli, der ja bekanntlich eine Fankneipe mit diesem Namen hat. Und für die Landratten unter euch, die Piratenflagge heißt Jolly Roger.
Joho.
Morgen werde ich diesen leeren Ort, der nicht mal ne Tankstelle für meinen immer leerer werdenden Dinghytank hat in Richtung St. Kitts verlassen.
Und tschüß

 

07.09.2007

 Grüsse aus Frankreich, von der schönen Insel St. Barth!
Am 05.09. bin ich morgens früh von Philipsburg, Sint Maarten nach St. Barth gesegelt. Was soll ich sagen, den Wind wieder genau von vorn, die ganze Zeit und ich hätte ja so nach 6,53 Stunden die Krise kriegen können, wegen dieser Ungerechtigkeit. Aber egal, mein Ziel auf dieser Insel war Anse de Colombier, die einsame Bucht ohne Strassen und so. Habe diese Bucht auch irgendwann erreicht und habe mich dort sauwohl gefühlt. Mit mir waren außerdem noch ein Boot in der Bucht und ganz viele riesige Meeresschildkröten. Das Wasser war wundervoll, der Sand herrlich und das Wetter ja sowieso.
Am nächsten Morgen entschied ich mich dann spontan einen weiteren Tag und eine Nacht dort zu verbringen. Am Tag bin ich dann einen abenteuerlichen Weg zum nächsten Ort gegangen, nur so zum Spaß. Dort war  Anse del Flamands, auch ein sehr schöner Strand und Ort. Später wieder diesen tollen Weg zurück und einen Sonn- und Badetag eingelegt. Abends habe ich dann nach ner Flasche Wein die Sterne beobachtet und tiefsinnig gegrübelt
Ist nichts bei raus gekommen.
Aber hier noch ein typisches Erlebnis, was ich in dem kleinen Ort hatte. Mit den Franzosen habe ich das ja nicht so. Und da war ein kleiner Supermarkt. Dort habe ich dann in meinem besten Französisch gefragt, ob man dort englisch sprechen würde. Und wie war die Antwort: Natürlich "No". Da stand ich dann da als Globetrotter, aber eben doch nicht als Multilinguist und war geschockt, weil ich die Antwort, warum auch immer, nicht einkalkuliert hatte. Meine weitere Frage, die ich in französisch formulieren kann, hätte mich wahrscheinlich auch nicht weiter gebracht, denn ich glaube nicht, dass die ältere Dame nun mit mir schlafen wollte und ich übrigens, trotz der längeren Abstinenz, auch nicht mit ihr. Also, grande merde.
Ich habe mich schon gefragt, warum es diesen Satz, diese Frage im französischen überhaupt gibt. Die Frage ist so sinnlos wie die Frage nach einem Schweineschnitzel in einem vegetarischen Restaurant. Aber nicht alle Froschschenkelfresser sind schlecht und arrogant. Clive z. B., der mir das Boot verkauft hat, war auch Franzose und sehr nett. Ein weiterer Franzose, der sich dort ebenfalls ein Boot gekauft hat, hat mich nach Guadeloupe eingeladen. Mal sehen, ob ich der Einladung folge.
Heute bin ich dann zurück in die Zivilisation, nach Gustavia. Dort erstmal angemeldet und mal eben 20 Euro gezahlt. Jawohl, Euro, ich bin wieder in Europa. Ansonsten sehr schick hier. Aber wohl auch teuer. Aber man spricht hier dann auch ein wenig englisch, was mich beruhigt und ich nicht verhungern muß, weil mich keiner versteht.
Ich weiß noch nicht, wie lange ich hier bleibe. Mein nächstes Ziel ist dann St. Kitts, oder St. Christopher, wie sie wohl eigentlich heißt.
Bis denn, Daniel

 

04.09.2007

 Philipsburg ist ein sehr schöner Ort, mit ganz vielen Typischen kleinen, niedlichen Einkaufslädchen, die sich auf die Cruisschifftouristen eingestellt haben. Ein sehr schöner Strand und wunderbarem Wasser.
Nichts desto trotz hau ich hier morgen früh ab und segele nach St. Barth.
Ausklariert habe ich auch schon für schlappe 20 $, dafür waren die aber wieder super unfreundlich. Können keine ganzen Sätze sprechen, immer nur kurze, knappe Anweisungen herausgeblafft.
Ich hasse das!!
Wenn das so weiter geht riskiere ich hier die illegale Einreise und den illegalen Aufenthalt, die haben es nicht besser verdient.
Zwischen hier und St Barth sind viele Untiefen, Felsen, die gerade mal so von Wasser überspült werden. Also gefährlich, aber ich mach das schon. Mein Cruisingführer macht das schon. Da stehen so lustige Sachen drin, wie, paß auf die großen Bojen aus Metall auf, das kann dir sonst den ganzen Tag versauen, wenn sie dein Schiff versenken. Aber sind auch groß genug, um darauf zu sitzen und auf Hilfe warten.
So und in diesem Sinne bis bald, Daniel

 

03.09.2007

 Oranje bowen,
oder so ähnlich. Also hier bei den Holländern ist es ganz nett, aber auch nichts los, weil ja wie schon gesagt Nebensaison.
Der zweite Hurricane mit Namen Felix ist ja auch weit weg vorbeigezogen. Was mich allerdings stutzig macht, weil ich in meinem Reiseführer gelesen habe, dass so gut wie keine Hurricanes südlich von St. Lucia durchziehen, weshalb ich eigentlich auch so schnell wie möglich dahin will. Jetzt sind allerdings beide dort in der Nähe gewesen. Was mach ich denn nun. Mein Plan?
Wird natürlich nicht geändert! Ich habe nun hier alles Notwendige gekauft, wie die Ankerkette, Gastlandflaggen, Radarreflektor, Seekarten und so und werde nun morgen nach Philipsburg segeln, ist nur ca. eine Bucht weiter. Dort werde ich dann ausklarieren und dann am Mittwoch weiter zu den Franzosen nach St. Bath. Dort erstmal die erste Bucht zum Baden und entspannen anlaufen. Soll dort sehr schön sein, ist nicht mit dem Auto zu erreichen und mit einem kleinen Fußmarsch über einen kleinen Berg, von dem aus man eine herrliche Aussicht haben soll, erreicht man ein paar kleine Shops und Bars. Am Donnerstag werde ich dann in Gustavia einklarieren und mal sehen, vielleicht ein zwei Tage bleiben. Weil St. Barth ist ja die Insel der reichen und Schönen. Also quasi zur Hälfte mein zu Hause. Dann geht es aber auch schon weiter nach St. Kitts und Nevis, Monteserrat, sofern der dortige Vulkan nicht wieder ausbricht und dann bin ich auch schon so gut wie in Guadeloupe, wo ich dann aber wieder eine längere Pause machen werde, bevor es dann über Dominica und Martinique weiter zur Isla Margarita geht.
Ihr seht, es geht jetzt rasend weiter. Mein Jahr ist ja auch schon zu einem Viertel vorbei und ich kriege langsam Panik, hab noch kaum was erlebt und schon muß ich wieder zur Arbeit. Alpträume plagen mich schon.
Ich darf morgen nur nicht den Termin verpassen, wann die Brücke geöffnet wird. Ich befinde mich hier ja in der Simpson Bay Lagune, die zum offenen Meer mit einer Klappbrücke getrennt ist. Bin sozusagen gefangen. Und die Brücke öffnet sich nur drei Mal am Tag. Aber das hier in der Lagune hat auch Vorteile, die Wellen sind nicht no schlimm und man kann alles schnell erreichen. Fahre also immer mit meinem Dinghi zu den Lokalitäten, mache an dem jeweiligen Dinghidock fest, erledige meine Angelegenheiten und fahre mit dem Dinghi wieder zu meiner Ano Sabatico.
Aber baden kann man hier in der Lagune nicht. Würde ich auf jeden Fall nicht. Und ich freu mich schon auf die abgeschiedenen, traumhaften Strände und Buchten und ich freue  mich, wenn ich nur noch zum Einkaufen von Verpflegung und zum Ein- und Ausklarieren in die größeren Häfen fahren muß.
In meinem Horoskop hier stand heute, dass ich mehr schaffen kann, als ich denke daß ich schaffen könnte. Mit anderen Worten, die Welt ist nicht genug. Ich bin jetzt nicht mehr zu bremsen.
Bis bald, werde versuchen mich aus Philipsburg oder St. Barth zu melden.
Gruß, Daniel

 

31.08.2007

 Hi,
ich wollte noch ein paar Zeilen zu denen von gestern hinzufügen, da ich glaube, vieles vergessen habe zu berichten, weil ich ja eigentlich noch am schlafen war.
Als ich also aus Virgin Gorda lossegelte hielt ich mich erstmal nach Nordost, obwohl ich ja nach Südwest mußte. Aber ich mußte um eine Landspitze herum und das ging halt nur so. Außerdem wäre auf der Seite noch irgendso ein blöder Felsen im Wasser gewesen, der schlecht, bzw. gar nicht zu sehen ist und der sich ganz schlecht auf die Bootsform auswirkt, wenn man mit dem Kontakt hat. Also Nordost, wobei gefühlt mehr Nord als Ost. Aber egal, lief ganz gut. Ich döste so dahin, als ich dann mal ein Blick auf die Karte warf, die ich mit meinem GPS Ergebnis verglich und stellte mit erschrecken fest, dass in dieser Richtung nun auch mehrere gefährlich Felsen, Riffe und Untiefen auf mich warteten.
Man könnte sicher genau sagen, wo man sich befindet, aber dieses elende schaukeln durch diese Wellen hat mich wahnsinnig gemacht. Ich konnte nicht in Ruhe auf die Karte gucken, mit Kursdreieck und Zirkel arbeiten und alle Positionen genau in die Karte eintragen. Ich war froh, dass ich mich irgendwo festhalten konnte und nicht ständig gestürzt bin. Eine Seglerweisheit besagt, dass man immer eine Hand fürs Boot braucht und eine um was auch immer zu machen. Also ich brauchte die meiste Zeit beide Hände fürs Boot.
Auf jeden Fall fuhr ich auf diese nächste gefährliche Stelle zu und entschloß mich, den Kurs in Richtung Süd Ost zu ändern, bzw. mehr Süd als Ost. Und dann war ich auch raus aus jeder Gefahr. Auf jeden Fall was Untiefen und so betrifft. Ich fand den Kurs auch so gut, dass ich ihn sehr lange beibehalten habe. Ich mußte ja auf jeden Fall nach Süden und leider kam ich nur sehr langsam nach Osten. Ich hatte jedesmal, wenn ich auf mein GPS schaute, das Gefühl, dass ich nur hoch und runter fahre. Das war zum Verzweifeln. Ich hatte in meine aktuelle GPS-Position bei Virgin Gorda und einen Punkt bei St. Martin eingegeben. Da war die Entfernung mit 142 KM angegeben. Gar nicht so weit eigentlich. Aber wie gesagt, 44 Stunden. Als es dunkel wurde, so gegen 19 Uhr war ich immer noch auf dem Weg Richtung Südsüdost.
Ich war übrigens das einzige Boot weit und breit. Nirgendwo war ein anderes zu erkennen. Als ich dann nachts ein Auge nehmen wollte, sah ich natürlich Lichter weit entfernt. Containerschiffe, die meinen Weg kreuzten in der Anageda-Passage. Da ich keinen Radarreflektor besaß und für diese Schiffe quasi unsichtbar bin auf deren Radar und meine lumpige Beleuchtung nur einem sehr aufmerksam aus dem Fenster guckenden Kapitän aufgefallen wäre, entschied ich mich dazu wach zu bleiben, um diese Situation zu beobachten. Es waren drei Schiffe, die dann doch schneller waren als ich. Aber wenigstens andere Schiffe gesehen. Toll! Das war es dann aber auch für den Rest der Nacht. Und ich konnte ein wenig schlafen. Was ich übrigens nicht konnte, ist, mir etwas Warmes zu Essen zu machen. Na gut, ist auf so einer kurzen Tour auch nicht nötig, aber trotzdem, auch unmöglich bei diesem Geschaukel.
Als ich dann auf der richtigen südlichen Breite war gegen 03:00 Uhr nachts, war ich allerdings noch viel zu weit im Westen. Scheiße. Also wieder nach Nordosten. So ging das die ganze Zeit weiter, bis ich dann endlich ganz klein um 13: 00 Land gesehen habe und laut GPS nur noch 68 KM vom Ziel entfernt war. Da dachte ich schon, ich könnte telefonische ne Pizza bestellen in St Martin. Eigentlich war das mehr ne Hoffnung. Also weiter gekreuzt und verdammt, da wurde es doch schon wieder dunkel und ich war immer noch so weit weg. Außerdem ließen mich ab und zu meine GPS Empfänger im Stich. War ja auch nicht so schlimm, konnte das Ziel ja schon sehen. Und da hab ich dann auch endlich mal wieder ein Schiff gesehen so gegen 21:00 Uhr, einen Partycruiser wie die Aida in voller Beleuchtung. Man hab ich die da auf dem Schiff zu diesem Zeitpunkt beneidet. Die sitzen gemütlich beim super leckeren Essen und betrinken sich hinterher, und ich habe heute erst einen Apfel und 5 alte Kekse gefuttert und komm einfach meinem Ziel nicht näher.
Na ja, irgendwann war es ja dann so weit, es wurde auch schon wieder so langsam hell und ich war so froh, als ich den Anker fallen lassen konnte. Allerdings wurde es schnell zu warm zum Schlafen und das habe ich dann diese Nacht nachgeholt. Man war das schön, mal wieder in der eigenen Koje zu schlafen und nicht im harten Cockpit zu liegen.
Habe gestern meine Ano Sabatico noch in die Lagune gefahren und heute erstmal schön geduscht und mich rasiert. Ansonsten war ich heute einkaufen. So Sachen wie ne Ankerkette, einen Radarreflektor und ganz viele Gastlandflaggen. Ich hoffe, dass euch die neuen Bilder gefallen.
Ach ja, was die Frauen betrifft. Also bisher war da wirklich nichts zu berichten. Das ist sehr schlimm für mich. Aber ich kann es auch irgendwie nicht ändern. Weil hier sind so gut wie keine. Aber das kommt schon noch. Da bin ich mir ziemlich sicher. Also bisher keine Gefahr von gehörnten Ehemännern oder ähnliche Eskapaden. Außerdem bin ich ja auch wählerisch, obwohl ich ja jetzt ein Seemann bin und so lange auf See war.
Nein, dass muß sich definitiv ändern.
Ach ja, heute habe ich entdeckt, dass ich während meiner Tour drei Fische gefangen habe. Einer war in meinem Dinghi und zwei lagen auf meinem Deck an Steuerbord. Habe die toten Fische aber über Bord geworfen, weil sie nun auch nicht mehr so frisch waren.
Man braucht also gar keine Anglerausrüstung, man muß nur durch die Wellen fahren, dann kommen diese Suizidfische ganz von selber.
Genug für heute.
Euer Daniel

 

30.08.2007

Ahoi aus St. Martin!!
Geschafft !
Aber um der Chronologie genüge zu tun, werde ich von Freitag an berichten.
Am Freitag bin ich wie geplant losgesegelt, um mal eben nach Virgin Gorda zu kommen. So war der Plan. Da ich aber am Freitag ein wenig getrödelt hatte, kam ich dann erst um 13. Uhr los. Mußte mich ja noch hier und da verabschieden. Habe noch von Paula und Jim ne Flasche Wein zum Abschied bekommen und tanken mußte ich auch noch. Das hat übrigens sehr lange gedauert, weil das Überdruckventil wohl verstopft ist und ich nur Tropfen für Tropfen tanken konnte. Aber ich hab ja grundsätzlich Zeit.
Dann ging es also los, gegen den Wind. Kreuzen, den ganzen Francis Drake Channel ausnutzend bin ich dann doch bis Salt Island gekommen, dort kann man aber nicht über Nacht ankern, also mit Motor zu nächsten Insel (war nicht weit weg), Cooper Island. Dort angekommen habe ich mir erstmal ein lauschiges Plätzchen zum Ankern gesucht. Und zwar in einem Mooringbojenfeld. Ich wußte, dass das nicht erlaubt ist, aber da war so wenig los, so wenig Boote und außerdem war es schön flach dort, wenig Welle und wenig Wind, weil geschützt. Hatte mich schon gefreut, daß an dem Tag nix schief gegangen ist und trank auch schon mein erstes Ankerbier. Da kam dann so ein Pirat, der mir mitteilte, dass ich dort nicht ankern darf, weil dort ja überall Grass ist und der Anker dort nicht halten würde. Statt dessen sollte ich dort an einer Mooringboje festmachen für 25 $. Das muß man sich mal reinziehen, 25 $ für so ein blöden Plastikball!
Nicht mit mir, ich den Anker wieder hochgehievt und weiter außerhalb des Mooringfeldes geankert. Hier war mehr Welle und Wind und beides drückte mich in Richtung einer Felsenklippe. Aber egal, der Anker hielt. Da ich sehr müde war, weil ich in der Nacht vorher, nein, nicht gesoffen hatte, sondern das Buch von Jim und Paula zu Ende gelesen hatte, damit ich das Buch zurückgeben konnte. Also habe ich mich schlafen gelegt, aber vorsichtshalber draußen im Cockpit. Damit ich eventuell jede Veränderung meiner Position mitkriege. Hier übrigens noch mal aus der Praxis für die Praxis. Positionsbestimmung beim Ankern funktioniert nicht bei so kleinen Booten, die ständig in Bewegung sind und sich hin und her bewegen. So!
Ich bin auch sehr schnell eingeschlafen. Mitten in der Nacht wurde ich dann wach. Die Geräusche haben sich verändert, der Blick hat sich verändert. Irgendwas stimmt nicht. Ich bin nach vorne zum Ankerseil gesprungen, habe daran gezogen und festgestellt, dass es sehr einfach ging. Denn nach dem Seil kamen eigentlich die Ankerkette und der Anker. Da war aber diesmal nichts mehr dran und ich war auf dem Weg zu den Felsen. Ich ins Cockpit zurückgesprungen, den Motor gestartet und habe mir dann doch so einen blöden Ball genommen und weitergeschlafen. Am nächsten Morgen wollte ich meinen Anker zurückhaben. Ich hatte festgestellt, dass sich der Schekel gelöst hatte. Mein Fehler, nicht gesichert. Oder auch, schein Material, was die Briten so herstellen. Die Titanic ist bestimmt mit einem riesen Wattebausch zusammengeprallt und daraufhin gesunken. Egal. Ich habe den Anker auch gefunden, aber er war in ca. 15 m Tiefe. Also brauche ich einen netten, hilfsbereiten Taucher. Der war auch schnell gefunden, am Strand war eine Taucherbasis, die allerdings erst um 9 Uhr aufmachte und dann erstmal ca. 20 Flaschen gefüllt hat. Aber dann kam der freundliche Taucher mit mir mit in meinem Dinghi, welches ich rudern mußte, weil auf dem Weg zum Strand der Kühlwasserstrahl verschwand und der Impeller seinen Dienst versagte. Also rudern. Ich zeigte ihm den Anker und er verband den Anker mit einem Seil von mir, so daß ich ihn ins Dinghi ziehen konnte.
OK, Anker zurück und für diesen Mooringball habe ich nicht bezahlt. Dafür dem Taucher ein Trinkgeld als Dankeschön gegeben.
Also weiter geht’s, natürlich wieder recht spät, weil das alles Zeit gekostet hat. Mein nächstes Ziel war dann mal wieder Virgin Gorda, Spanish Town, wieder mal in eine Marina, weil ich ja den Motor von D. wieder fit machen lassen mußte. Dort angekommen am Samstag war keiner mehr am Arbeiten und ich mußte mit dem Motor  bis Montag warten. Machte aber nix, denn am Sonntag war ich dann bei den Bath. Das sind große Steine, Felsen, die wie Murmeln am Strand herumliegen und eine superschöne Landschaft bilden mit kleinen Stränden, Pfaden und Höhlen. Dort war für mich dann ein Sonn- und Badetag in einer atemberaubenden Umgebung. Ich hoffe, daß ich die Bilder bald schicken kann.
Am Montag war alles schnell erledigt mit dem Motor und dem ausklarieren und ich konnte wieder gegen den Wind nach Virgin Gorda Sound segeln. Also gleiche Insel, nur im Norden gelegene schöne Bucht. Dort geankert mit den gesicherten Schäkeln und vorsichtshalber einen zweiten Anker draußen. Hatte gerade mein Ankerbier gelehrt und mir ne Dose Stew reingezogen, da kam doch tatsächlich Paula mit dem Dinghi um die Ecke. Jim und Paula hatten mich glaube ich schon ein wenig vermißt und haben sich dann entschlossen, auch nach Virgin Gorda Sound zu segeln. Da sie um die Ecke geankert hatten, habe ich mich dann kurzentschlossen mit meinem Boot zu ihnen gesellt und wir hatten noch einen netten Abend mit Quatschen und Trinken.
Am nächsten Tag, also am Dienstag, war dann der große Tag für die weite Reise nach St. Martin.
Die ganze Strecke gegen Wind und Welle. Weit und breit kein Land. Nur das Boot und ich.
Ich fing also mit großen Schlägen an zu kreuzen. Ich wollte nach Südosten. Ich kam super nach Süden und Norden, aber ich hatte das Gefühl, als ob ich diesen Längengrad nur rauf und runter segele. Das war ziemlich deprimierend. Und dann kam die erste Nacht. Alle Geräusche wurden intensiver, das Boot knirschte und quietschte überall, das schwarze Meer schoß an mir vorbei und über mir den volle Mond und die Sterne. Ich fing schon an Seemannslieder zu singen. Allerdings war mir auch ein wenig mulmig zu mute, weil das Boot ja nun schon so viele Pannen hatte und ich nicht wußte, ob ich mich hundertprozentig drauf verlassen kann. Und ich Wette, dass nicht jeder mit diesem Boot losgesegelt wäre, bevor es nicht von einem Fachmann für Gut befunden wurde.
Wie auch immer. am nächsten Tag um 13:00 Uhr habe ich wieder Land gesehen. Ganz klein und weit weg und vor allem, immer noch genau im Wind. Also weiter kreuzen. Und müde war ich auch ein wenig, obwohl ich mehrere kurze Schläfchen gehalten hatte. Mein Boot hält übrigens so gut den Kurs, dass ich überhaupt nichts mehr machen muß, wenn es erstmal auf Kurs gebracht wurde. So kam es bei einem Nickerchen, dass ich danach aufwachte und mein Dinghieplätschern hinter mir vermißt habe. Ich schnellte hoch und stellte fest, dass mein Dinghi keine Lust mehr hatte hinterher gezogen zu werden, vielleicht hatte es auch andere Pläne und wollte seine eigene Reise machen. Aber nicht mit mir. Ich habe es geortet eine hundert Meter entfernt und wieder eingefangen. Und dann weiter Richtung Insel, Land.
Und heute um 06:00 Uhr, nach 44 Stunden habe ich dann auch endlich den Anker geworfen und habe ein wenig geschlafen. Dann  bin ich mit dem Dinghi in die Lagune bei Simpson Bay gefahren, habe ich mich bei der Immigration und bei der Port Authority angemeldet. Komme nicht darüber hinweg, wie kompliziert das hier immer ist und was die immer alles wissen wollen. Grausam. Und unfreundlich sind die immer. Ätzend. Andererseits sehe ich auch schlimm aus. Lange wirre Haare, schwarz gebrannt und einen Bart. Fehlt nur noch die Augenklappe.
Gerade habe ich mir erstmal den Bauch mit leckeren Bagels vollgehauen und nun sitze ich im Internetcafe und habe diesen Bericht geschrieben.
St.Pauli und Köln haben gewonnen, HSV hat verloren.
The End, Daniel

 

24.08.2007

Hallo aus dem sonnigen Tortola,
ein letztes Mal, denn meine Reise geht nun endlich weiter. Heute verlasse ich die Marina und segle, mit hoffentlich keiner weiteren Panne nach Virgin Gorda. Dort werde ich in Spanish Town ausklarieren und dann weiter nach Gorda Sound. Dort soll es sehr schön sein. Dort werde ich dann ein oder zwei Tage bleiben, bevor ich dann die weite Überfahrt nach St. Martin, Simpson Bay angehe. Die kann dann je nach Wind, meistens von vorn, wohl zwei Tage dauern. Ich hoffe aber, dass ich das schneller hinbekomme. Denn ich kann ja nicht richtig schlafen, wenn ich segle. Und ich schlaf doch gerne. Also keine Angst und ich versuche mich dann aus St. Martin das nächste Mal zu melden.
Und dann noch mal vielen Dank für die Gästebucheintragungen! Es ist immer sehr schön für mich, was aus der Heimat zu lesen.
Am 22. wurde ich ja von Jim mit dem Fall vom Vorsegel und der Winsch an meinem Mast hochgezogen. Der Mast sieht so kurz aus von unten, aber wenn man dort oben an der Mastspitze hängt, ist der ganz schön hoch und das Boot verdammt klein. Die Fotos, die ich von oben gemacht habe werden nachgereicht.
Zu Lesen habe ich jetzt auch genug. Allerdings alle Bücher in englisch, die von Jim und Paula geschenkt bekomme habe.
Gestern war ich noch mit den beiden in der Stadt und habe einen Grosseinkauf an Verpflegung und Batterien gestartet. Damit ich die lange Zeit auf See auch was zu Essen habe.
Also bis die Tage und ahoi,
Daniel

 

22.08.2007

Ja, tatsächlich war ich gestern zum zweiten Mal unterwegs. Diesmal mit deutscher Flagge und dem neuen Namen
 Was sollte also schiefgehen!
Und Jim und Paula waren wieder und trotz der letzten Tour bereit, mitzukommen. Das war auch sehr gut so, denn ich wollte viele Sachen testen und ausprobieren.
Als erstes, mein selbst repariertes Ruder funktioniert einwandfrei. Der Motor läuft auch. Also heraus aus der Marina und ab in Richtung Peters Island, was natürlich genau im Wind lag und ich kreuzen mußte. Aber kein Problem.
Mein nächster Test war, was passiert, wenn ich das Ruder verlasse. Normalerweise, habe ich gelesen, soll das Boot mit der Nase in den Wind gehen und mehr oder weniger stehenbleiben. Mein Boot hat das offensichtlich nicht gelesen und hält ziemlich gut den Kurs. Das ist zwar gut, weil ich dann keine Selbststeueranlage brauche, schlecht aber, wenn ich über Bord gehen und das Boot davonrast.
Also war der nächste Test klar.
Ich habe eine Leine hinter dem Boot hinterhergezogen, bin zum Bug gegangen und über Bord gesprungen, habe dann  gerade noch so das Seil zu fassen bekommen, konnte mich dann mit Mühe und ein wenig Salzwasser im Mund zum Boot heranziehen. Dort habe ich dann die Badeleiter erreicht, die ich mit einem Slipsteg nach oben gebunden hatte und konnte wieder an Bord klettern. Hierbei habe ich gelernt, dass es bei optimalen Bedingungen schon nicht so einfach ist. Ich muß im Ernstfall eine längere Leine hinter mir herziehen und ans Ende eine meiner alten Rettungswesten befestigen. Und ohne Badeleiter wird das sehr sehr schwer wieder an Bord zu kommen.
Dann ging es erstmal entspannt weiter nach Peters Island, dort in die Bucht Little Harbour. Eine kleine Bucht mit keiner Menschenseele dort, total schönes Wasser, aber leider kein traumhafter Strand. Dort habe ich dann den Anker geworfen, der auch auf Anhieb gehalten hat. Anschließend war dann Badetag und ich habe mir mit meiner Taucherbrille den Anker angeschaut, wie er sich so am Grund des Meeresbodens festgekrallt hat, habe meinen auf dem Müll gefundenen Rettungsring ausprobiert (sehr gut, was die Leute so wegwerfen und ich habe wieder 100 $ gespart) und habe meine alten Schwimmwesten ausprobiert und weiß, dass diese nach und nach durch neue ersetzt werden müssen.
Alles so weit sehr erfolgreich und schön.
Dann ging es wieder zurück, ich habe den Anker wieder an Bord gehievt und mit dem Motor ging es aus der Bucht. Dann wollte ich die Segelsetzen! Wollte!! Das Hauptsegel war schon fast oben, als es krachte, ich auf dem Arsch gelandet bin und das Segel wieder nach unten geschossen kam. Die Spitze vom Segel, die mit einer Metallspitze verstärkt war, ist gebrochen und der Schäkel am Fall war nach wie vor noch an der Mastspitze. Scheiße!!! Hier war keine erste Hilfe zu leisten.
Aber, was soll’s! Besser hier als irgendwo im Sturm mitten in der Nacht.
Der Wind kam ja nun auf dem Rückweg genau von achtern. Und da habe ich dann  mit meiner grenzenlosen Seglererfahrung geglänzt. Dank Witti, der dass mal so vorgemacht hat, habe ich dann meinen Spinnaker Baum genommen und mein Vorsegel ausgebaumt, so daß es den Wind von achtern gut aufnehmen konnte, nicht nervös herumgezappelt hat und wir gemütlich zurücksegeln konnten, auch ohne das Hauptsegel.
Dann kam aber kurz vor der Marina ein heftiger Regenschauer und ich wurde schön durchnässt, als ich den Baum wieder abgebaut habe.
Heute ist also wieder Reparaturtag. Jim und Paula haben einen Bootsmannstuhl, mit dem die mich heute an meine Mastspitze ziehen wollen, damit ich das Fall für das Hauptsegel wieder nach unten bekomme. Bei dieser Gelegenheit werde ich mal meine
 ”Ano Sabatico” von oben fotografieren.
Ich hoffe, dass das Segel von der Firma, die hier Segel repariert schnell und günstig wieder fit gemacht werden und ich dann endlich am Freitag weiterziehen kann.
Wie ihr seht, es ist hier weiter nicht besonderes los und segeln entwickelt sich zu einer gewissen Routine für mich.
So, hab viel zu regeln.
Gruß, Daniel

 

20.08.2007

Das ist ja gerade noch mal gut gegangen mit dem Dean, der ja dann doch die Inseln hier ausgelassen hat. Aber so ein wenig Wind war hier dann auch. Aber nicht so schlimm.
Ich habe am Freitag erstmal meine Ruderanlage repariert mit einer neuen Kette und neuen Drahtseilen. Das wäre also erledigt, ich bin wieder manövrierfähig.
Dann war ich abends noch in der Bar, die fast neben meinem Boot ist und anschließend bin ich dann noch mit Olaf, dem deutschen Mechaniker der seit 91 hier lebt durch die Kneipen und Nightclubs gezogen. Was sehr interessant war.
Der Samstag war dann aber ein Tag des Leidens. Ich wäre am liebsten ins Hotel gegangen, hätte mich in ein Zimmer mit Climaanlage gelegt und Fernsehen geguckt. Stattdessen habe ich in der Hitze gelitten. Ein furchtbarer Tag.
Sonntag war dann wieder ein sehr lustiger Tag, denn es fand ein lustiges Event statt. Dazu muß ich nich sagen, dass hier im Moment absolute Nebensaison ist. So gut wie keine Touristen und viele Kneipen und Lokations sind geschlossen. Diejenigen, die hier geblieben sind, überwiegend die Besitzer von Charterfirmen und Restaurants, aber auch einige normale Leute langweilen sich hier und kommen auf komische Ideen.
Sonntag wurde dann eine Veranstaltung in dem Pub gestartet, die ideal für Betriebsausflüge wäre. Es fing an mit einem Rennen mit selbstgebauten, mehr oder weniger schwimmfähigen Fahrzeugen. Die Regeln hier sind einfach, es darf kein richtiges Boot benutzt werden. Die Variationen waren sehr einfallsreich und witzig. Danach gab es ein weiteres Rennen auf Zeit. Hierzu mußte man ein Boot, welches viele Löcher im Rumpf hatte, um eine Boje herumpaddeln und wieder zurück, bevor es sinkt. Das haben die wenigsten geschafft und es war sehr witzig. Danach gab es dann noch den Frozen T-Shirt Kontest, wo derjenige gewinnt, der es zuerst schafft ein zusammengeknotetes und tiefgefrorenes T-Shirt auseinander zu bekommen und anzuziehen. Wirklich ne gute Sache.
Als ich dann wieder zurück bei meinem Boot war und mich ein wenig entspannen wollte, kam noch ein weiterer Jim vorbei, ein, wenn nicht der einzige Türke hier in der Gegend und auch sehr nett. Er fragte mich, ob ich nicht sein Dinghi fahren könnte und ihn mit seinem Waveboard ziehen könnte. Dieses Event konnte ich natürlich auch nicht auslassen. Allerdings war das mal gar nicht so einfach, weil dieses Boot doch sehr Hecklastig war mit dem 40 PS Außenborder und ich im Bug des Bootes Vollgas geben mußte, damit das Boot sich  nicht überschlägt. Die Wellen waren auch noch ziemlich enorm, besonders wenn man sie nicht kommen sieht, weil man nur nach hinten guckt und sich krampfhaft festhalten muss, damit das Boot nicht ohne mich nach sonstwo fährt. Aber alles in allem war das auch sehr witzig.
Ansonsten verbringe ich die Zeit nach wie vor mit kleinen Reparaturen und Lesen ( z Z ein Buch von Jim und Paula: A voyage for mad men, in dem es um das erste Rennen nonstop um die Welt für Einhandsegler geht)

Und ich werde nicht meine Haare abschneiden. Und wenn sie nicht gerade vom Wind außer Kontrolle geraten sind, sehe ich auch nach wie vor super aus!!!

Meine kommenden Pläne sind folgender Massen. Am Dienstag will ich nach Peters Island segeln und dort das Ankern üben, anschließend wieder zurück. Am Freitag will ich dann nach Virgin Gorda segeln, dort ne Nacht bleiben und dann weiter nach St. Martin, zu den Holländern und dort, weil es dort billiger ist, einige Ausrüstungsgegenstände kaufen.
So weit erstmal der neueste Stand aus Tortola, Nanny Cay Marina
 

15.08.2007

Wieder was erlebt,
diesmal wurde ich von Jim Und Paula, die auch eine eigene Homepage haben (
www.svmilliways.com), eingeladen und wir sind über Sopers Hole auf Tortola ( dort mußten wir auschecken, was immer für ein Drama) nach St. John (US Virgin Islands) gesegelt. Dort wieder eingecheckt ( auch ein Drama ) und etwas gegessen und anschließend zurück nach Sopers Hole, dort übernachtet, weil es schon zu spät wurde und heute, am 15.08. zurück nach Nanny Cay. Und das alles auf einer fast neuen Nobelyacht Bavaria 39 Cruiser. Wer hätte das gedacht. Es war ein sehr schöner Segeltrip ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Es war sehr schön, mal wieder aus Nanny Cay herauszukommen.
Jetzt muß ich aber langsam zusehen, dass ich meine Sachen hier geregelt bekomme, denn ich will ja auch mal weiterkommen.
Prost, Daniel

 

13.08.2007

Hallo,
ich freue mich mal wieder einen kleinen Bericht mit Neuigkeiten abgeben zu können. Zunächst einmal habe ich hier ja sehr viel Zeit, die ich mehr oder weniger sinnvoll verbringe. Ich habe sogar schon aus lauter Verzweifelung ein englisches Buch gelesen. "The best of enemies" hieß es und es war echt gut. Jetzt lese ich gerade von Charlotte Link " Chromwells Traum oder die schöne Helena". Ich habe das Buch hier im Cafe gefunden. Die Leute, die hier so durchreisen lassen dort ihre gelesenen Bücher zurück. Das finde ich sehr nett. Wenn ich mal nicht lese, sitze ich auf meinem Boot und fühle mich wie Heinz Sielmann oder "Der kleine Tierfreund" von FFN. Ich beobachte die pussierlichen Tierchen, die sich im Wasser tummeln. Hier ist im seichten Wasser der Marina eine ideale Aufzugsstation für die kleinen wehrlosen Fischbabys und sie gesellen sich in Schwärmen zu Tausenden zusammen. Aber die scheinbare Idylle trügt. Gefahren lauern überall. Da ist zum einen der Angriff aus der Luft. Die großen, mit riesiger Spannweite ausgestatteten Pelikane, vergleichbar mit alten Jagdfliegern wie  Stuka oder Messerschmidt, stürzen sich gierig und zielsicher auf die kleinen Fischchen, die den Angriff oft erst zu spät wahrnehmen und sogleich ist wieder ein kurzes Fischleben auf brutalste Art beendet. Und da wären da noch die Angriffe von Artgenossen. Ich nenne sie mal Geha, in Anlehnung an die Konkurrenz der Füllfederhalter Pelikan und Geha aus meiner Schulzeit. Na ja, auf jeden Fall gibt es auch hier keine Gnade bei den schnellen und rücksichtslosen Jägern aus der tieferen See, die sich hier in der Marina wie in einem Fastfoodrestaurant like "Nordsee" bedienen und mit vollen Mägen wieder abziehen. Kaum zu glauben, dass am Ende tatsächlich noch lebende Fischchen übrig bleiben. Ich weiß, eine sehr harte und traurige Geschichte.
Jetzt wieder zu mir, ich habe am Freitag meine Segel bekommen. Sie sind alt haben aber keine Löcher, was beruhigend ist. Ich hätte aber auch Nadel und Faden hier, um diese zu Stopfen, so wie ich es schon mit meiner Hose und meinem Rucksack gemacht habe. Auf jeden Fall war für mich da sofort klar, ich werde am Samstag raussegeln. Ich hatte mich mittlerweile mit einem amerikanischen Paar, Paula und Jim Nelson , die ihre Bavaria 39 schräg gegenüber von mir liegen hatten, angefreundet und habe sie gefragt, ob sie nicht mit auf meine Jungfernfahrt kommen wollen. Sie waren leichtsinnig genug um ja zu sagen.
Es war so weit. Samstag, der 11.08.07 um 11:00 Uhr ging es los. Der Motor lief und wir verließen die Marina, um ca. 100m außerhalb die Segel zu setzen. Die Wellen waren gar nicht mal so klein und ich hatte schon kleine Probleme mein Gleichgewicht zu halten beim Segel setzen. Aber der Augenblick war gekommen. Die Segel waren oben und ich wollte das Boot in den Wind drehen. Ich stelle mich stolz wie Oskar an das Ruder, dass schöne, runde Ruder mit Metallspeichen und hölzernem Handlauf. Es war ein tolles Gefühl. Das Ruder ließ sich sehr leicht drehen. Zu leicht! Und vor allem endlos !? Und es passierte nichts!?? Das Boot dachte nicht mal daran die Richtung zu ändern???? Scheiße!! Der auflandige Wind drückte das Boot zurück Richtung Marina, allerdings nicht wirklich in die Einfahrt, sondern vielmehr auf die Felsen. Nicht gut, gar nicht gut. Ich war manövrierunfähig. Nach ca. 100 m. Yvonne kennt das Gefühl, weil sie das mal mit dem Audi erlebt hat.
Aber alles ist gut, da ich ja viel Zeit hatte die vergangenen Tage habe ich viel über Boote gelesen und kannte mein Boot auch sehr gut. Ich habe also zielsicher die Notpinne herausgeholt und auf ging es nach Norman Island. Ich segelte zwischen den Inseln Norman Island und Pelikan Island hindurch und kam zu der Bucht, die The Bight genannt wird. Dort haben wir dann an einer Mooringboje festgemacht. Jim, der früher Helikopter geflogen ist und repariert hat und ich wollten nun den Ruderschaden beheben. Wir haben alles gegeben, aber es war schwer, Teile der zerstörten Kette, gleiche Masse wie eine Motorradkette, gut zu ersetzen. Aber nach ca. 4 Std. gefummeln und Gekrieche dachten wir, wir hätten es. Es war nur die Ruderfreiheit ein wenig eingeschränkt. Also einen großen Wendekreis. Aber egal. Mutig und vor allem ohne ende zuversichtlich setzten wir Segel und lösten uns von der Mooringboje. Und ich fuhr geradewegs auf eine andere, festgemachte Jacht zu. Ich drehte am Ruder, aber es passierte nicht viel. Wie bei der Titanic, die zu groß für das Ruder war und sich nur ganz langsam vom Eisberg wegbewegte. Bei mir war es sehr ähnlich. Nur ganz langsam bewegte sich der Bug weg von der Jacht. Die Leute auf der Jacht machten schon große Augen
und waren kurz vorm Sprung in Sicherheit. Aber zum Glück rammte ich nur deren Mooringboje und war fast in Sicherheit. Beim Versuch, die Bucht zu verlassen bin ich zwei sinnlose Kreise gefahren, weil das Ruder sich verhackt hatte. Genauer gesagt unser Flickwerk. Also alles schnell herausgerissen und dann wieder mit der Notpinne zurück. Ich dachte eigentlich, dass Jim und Paula daraufhin das weite suchen und froh sind, wieder zurück zu sein. Aber sie sagen, sie waren begeistert, wie locker ich das mit den Problemen gesehen habe und wie ruhig ich geblieben bin bei den komischen Manövern.
Am Sonntag haben sie mir ein Essen im Peg Leg ausgegeben für die interessante Tour. Und überhaupt sind sie sehr nett und hilfsbereit.
Alles in Allen ein sehr aufregender Ausflug unter noch dem alten Namen und amerikanischer Flagge. Ich werde ja sowieso noch ne Weile hier bleiben, weil ich das Boot ja noch registrieren will und den Ruderschaden beheben lassen will und den Namen noch ändern muß, aber dann kann es hoffentlich bald losgehen nach Anguilla und St. Martin. Aber für dieses WE sind Stürme hier angekündigt und alle sich irgendwie nervös deswegen. Ich mache mir allerdings keine Sorgen. Was soll schon passieren.
Hier sind sowieso alle ganz nett und interessant. Hier ist zum Beispiel ein Typ, der die gleiche Stimme hat wie der Buttler aus Dinner for One. Da muß ich dann immer gleich dran denken.

So, genug erstmal,
ahoi und ne Buddel voll Rum

 

02.08.2007

Hallo Leute,
von mir wird jetzt für ca. zwei Wochen nichts zu hören sein.
1. weil der liebe Steckel, dem ja diese Homepage gehört und der sie aufrecht erhält einfach so Urlaub nimmt und zwei Wochen nach St. Peter fahren will.
Und
2., weil hier nämlich unglücklicherweise Karneval ist und hier alles geschlossen hat und hier nur noch gefeiert wird. Das ist natürlich sehr unglücklich, was meine Berichterstattung und auch meine Arbeit am Boot betrifft. Aber lasest sich ja nun mal nicht ändern. In dringenden Fällen kann man mich aber sehrwohl unter der Telefonnummer 0012845443854 anrufen. Hierbei an die Zeitverschiebung von 6 Stunden denken.

Mit meinem Boot geht es langsam voran. Die Reinigungen sind abgeschlossen und alles weitere, also die Kleinigkeiten die noch nicht so nach meinen Vorstellungen sind, werden auch immer weniger. Leider muß ich jetzt noch auf die Löschung der Registrierung aus den USA, genauer gesagt aus St. Thomas  warten, bevor ich das Boot auf meinen Namen registrieren kann. Und vorher kann ich auch den Namen nicht ändern. Aber es wird. In zwei Wochen bin ich hoffentlich voll segelfertig und dann kann es hoffentlich bald losgehen. Obwohl das Wetter hier, genauer gesagt der Wind doch ganz schön zunimmt im Moment. Nicht das da jetzt schon der erste Hurricane  auf mich zugerast kommt und  mein Boot schon vor dem ersten Segeltrip zerstört.
Aber wird schon nicht. Ich weiß auch nicht, warum die meisten hier ihre Boote zu Zeit aus dem Wasser holen? Die stellen sich ganz schon an wegen ein bißchen Wind.
Ansonsten kenne ich hier schon viele Leute, weil das hier ja nicht so groß ist und ich mit vielen schon wegen des Bootes zu tun hatte. Ist wie so ein kleines nettes Dorf hier.
Jetzt beim Karneval werde ich von dem Makler Clive, der mir das Boot verkauft und der sehr nett ist und seine Familie abgeholt und dann geht es zum Karnevalsumzug nach Road Town. Als das Boot endgültig mir gehört hat, habe ich dann auch noch dem Office auf meinem Boot einen ausgegeben. Da saß ich dann mit ein paar netten Leuten auf meinem Boot und konnte mir anhören, was für ein gutes Boot ich doch gekauft hätte.
Naja, was sollen sie auch sagen, die haben es mir ja auch verkauft. Aber die sind wirklich alles sehr nett und hilfsbereit hier. Abends allerdings, wenn alle weg sind wird es hier schon ein wenig langweilig. Aber ich bin von der ganzen Arbeit auch immer ziemlich erledigt. Ich brauche auf jeden Fall bald eine Musikanlage, damit ich mal ein wenig Mucke hören kann. Allerdings brauche ich auch noch andere Sachen, die eigentlich wichtiger sind. Zum Beispiel einen Radarreflektor, einen Rettungsring, eine Solaranlage, damit ich immer Strom für den Kühlschrank habe und natürlich für den Motor zum Starten. Obwohl den Motor kann man auch noch mit ner Kurbel starten. Die habe ich aber leider nicht. Da fällt mir doch der alte Stromerzeuger aus dem Lager ein, das müßte passen. Bitte schickt mir den mal hierher.
Ach ja, Seekarten brauche ich noch und keine Ahnung was noch alles. Die Liste ist lang. Aber irgendwann hab ich bestimmt alles. In St.Martin soll man billiger einkaufen können. Deshalb werde ich das meiste wohl dort kaufen. Das ist ja nach den BVI sowieso meine nächste Station.
Also dann bis später, freue mich auf eine Menge Gästebucheintragungen, E-Mails und Besucher auf der Homepage und ich werde jetzt mal ein wenig Urlaub machen. Es gibt dann demnächst bestimmt ne ganze Menge Neuigkeiten. Und auch Fotos. Das letzte Mal hat das nämlich nicht funktioniert, leider. Aber das nächste Mal bestimmt.
Lieben Gruß, Daniel

 

30.07.2007

Und wieder ein WE voller Arbeit zu Ende und noch kein Ende in Sicht. Ich wußte gar nicht, wie viele Ecken so ein Boot hat. Letztens sind zwei Delphine um mein Boot herum geschwommen. Konnte sie aber nicht schnell genug fotografieren. Heute war ich bei der Einwanderungsbehörde, die haben mir noch einen Monat gegeben. Neulich mußte ich ne Nacht draußen schlafen, weil es im Boot so heftig nach Farbe gerochen hat. Heute ist das Geld endgültig angekommen und ich kann es jetzt registrieren und versichern. Ich hoffe, dass das alles so funktioniert. Bilder gibt es dann demnächst auch wieder welche.
Bis demnächst
.

 

27.07.2007

Moin, moin,
ich habe gestern den ganzen Tag gearbeitet und war total fertig danach. Bin ich ja nun auch nicht gewohnt. Und heute auch. Und es ist so warm hier, dass das arbeiten kein Spaß macht. Bin nur am schwitzen, und schleppen und so weiter. Heute bin ich allerdings auch mal mit meinem tollen Dinghi durch den Hafen gerast. Außerdem habe ich 5 Anker an Bord. Von denen werde ich hier noch drei verkaufen. Das Boot ist schon so leicht, nachdem ich alles Unnütze entfernt habe, dass es kaum noch im Wasser liegt.
Aber es ist noch sehr viel zu tun. Langeweile habe ich also nicht. Freue mich schon auf meine erste Fahrt. Das dauert aber noch ne Weile. Und so lange wird geschrubbt.
Bis später, Daniel

 

26.07.2007

Hallo,
ich habe meine erste Nacht auf dem Boot verbracht. Einfach schön. Ich habe aber viel zu tun. Sauber machen, reinigen, waschen, aufräumen, umräumen.
Der Vorbesitzer hat viel an Bord gelassen, gute Sachen, aber auch viel Schrott und verschimmelte Kissen und so weiter. Der eine oder die andere würde sich teilweise ziemlich ekeln, aber mit ein wenig Geduld und Anstrengung sieht das Boot dann aus wie meins.
Ach ja, schwimmen tut’s auch, der Motor läuft und bekomme heute mein Dinghi. Es läuft gut.
So, hab viel zu tun, bis bald.
Daniel, Kapitän

 

24.07.2007

Es wird Eng

Hallo und guten Tag aus dem Paradies!
Die aktuelle Lage ist folgender Massen:
Ich bin pleite was Bargeld betrifft, ich darf nur noch bis zum 31.07. auf der Insel bleiben, im Hotel ist nur bis zum 27.07 für mich Platz, das Boot ist noch nicht bezahlt und ich habe Hunger.
Aber von Anfang an: Ich mußte für das Boot 2000 $ anzahlen. Ist ja nicht ungewöhnlich. Aber der örtliche Geldautomat funktioniert nicht. Aus diesem Grund mußte ich nun schon 5 mal nach Roadtown, welches circa 8 Km entfernt ist. 2 x zu Fuß, 2 x Taxi
1 x mit Fahrrad. Konnte dabei jedes 4 x 500 $ abheben. Der Rest von meinem für Essen und Trinken zur Verfügung stehenden Bargeldes ist gestern für zwei Heinicken und ein paar Erdnüsse draufgegangen. Das war auch von den 2 Bagels zum Frühstück die einzige Nahrung, die ich mir noch leisten konnte.
Aber mir geht es gut.
Meine Aufenthaltgenehmigung gilt bis zum 31.07., danach muß ich wieder betteln gehen um eine Verlängerung. Das könnte aber ohne festen Wohnsitz schwierig werden, da ich das Hotel am 27.07. verlassen muß, weil dieses dann ausgebucht ist.
Auf dem Boot kann ich noch nicht wohnen, dafür muß das erst bezahlt werden. Also irgendwo im Dschungel hausen
Obdachlos, o.f.W., gejagt von den Behörden. Ritti auf der Flucht.
Aber mir geht es gut.
Unglaublich wie schnell man kriminell werden kann.
Aber es gibt auch gute Nachrichten. Ich habe hier ein schönes kleines Dinghi gefunden, welches ich mir kaufen werde. Die Bezahlung des Segelbootes ist im Gange und die Fragen der Registrierung und der Versicherung habe ich auch online klären können.
Wenn ich jetzt so an meinen ersten Plan für mein Sabbatjahr denke, habe ich alles richtig gemacht. Ich wäre dann jetzt wahrscheinlich mit dem Motorrad in England unterwegs. Und die haben da glaube ich ein wenig mit viel Wasser zu kämpfen. Und Peter, dass hat nichts damit zu tun das ich dort zwischengelandet bin!
 Wie ist eigentlich das Wetter in Hamburg?
Und gibt es sonst was Neues in Hamburg oder in Quakenbrück und Umgebungen?
Hey Jockel, was macht zum Beispiel dein Holzunterstand?
Und an dieser Stelle noch mal vielen Dank für die Eintragungen im Gästebuch.

 

20.07.2007

Hallo ihr alle,
das mit dem Boot kaufen ist ja mal gar nicht so einfach. Viele offene Fragen wegen der Bezahlung, der Versicherung, der Registrierung und so weiter. So wie es aussieht, werde ich wohl ne Weile in Tortola bleiben. Deshalb habe ich auch eine neue Handynummer: 0012845443854 . Hier bin ich die nächste Zeit zu erreichen.
Jetzt ist erstmal WE und hier geht dann auch gar nichts. Also bis später, Daniel
.

 

18.07.2007

Hallo ihr Alle,
ich bin jetzt tatsächlich auf Tortola, habe mir vorhin das Boot angeguckt und werde es kaufen. Hier ist alles viel besser als auf Grand Cayman. Die Leute hier sind viel freundlicher. Und hier darf ich auch länger bleiben. Mein Hotel liegt direkt an dem kleinen Hafen, wo auch das Boot verkauft wird. Außerdem kann man hier ganz viel Ausrüstung kaufen und hier ist alles gut organisiert. Also alles perfekt.
Und sobald ich hier alles geregelt habe, kommen dann auch mal ein paar Bilder
.

 

14.07.2007

Moin, moin,
am 17.07 fliege ich, Fähre hat nicht geklappt, über San Juan (Porto Rico) nach Tortola (Beef Island). Habe mir dort ein Hotel in der Nähe des Hafens besorgt. Kontakt mit dem Verkäufer des Bootes habe ich auch schon. Wer sich das Boot einmal anschauen möchte. Das geht unter
www.yachtworld.com. Dann als Suchbegriffe 9 m, Karibik, Insel Tortola, eingeben. Dann ist es das Boot für 24000 $ und heißt Legacy(Erbschaft). Den Namen werde ich dann aber ändern, weil er nicht paßt. Ich dachte an "ano sabatico". Aber für Namensvorschläge bin ich offen.
Bis später, Euer Daniel

 

10.07.2007

Ihr habt ja auch so überhaupt kein Nachsehen mit mir. Also von den vier zur Verfügung stehenden hochfrequentierten Internetrechnern funktionieren meist nur zwei. Und diese sind auch nicht die schnellsten und an ein Hochladen von Fotos ist im Moment nicht zu denken. Dafür schon mal sorry.
Aber ich habe dafür so eine Art Plan für die Zeit nach der Dom Rep. Habe ein neues in Frage kommendes Boot auf Tortola entdeckt. Das ist gar nicht so weit weg von hier. Deshalb überlege ich mit einer Fähre dorthin zu fahren. Aber hier konnte mir noch keiner sagen, ob überhaupt eine fährt. Von Puerto Rico soll es eine geben. Deshalb fliege ich wahrscheinlich auch erst nach Puerto Rico, um dann mit der Fähre weiterzufahren.
Hier ist es ansonsten sehr entspannt. Fahre jeden Tag mit einem kleinen Catamaran raus, um mich schon mal an das Segeln zu gewöhnen. Ansonsten hänge ich am Strand herum, surfen war ich auch schon ein paar Mal. Alkohol gibt es hier natürlich auch etwas.
Wenn ich mehr über meine weitere Tour weiß, schreibe ich wieder was. Auf jeden Fall freue ich mich schon tierisch darauf, wenn ich endlich mein eigenes Boot habe.
Schlagermove wäre ich auch gerne gewesen. Irgendwie vermisse ich solche Spaßtermine, weshalb ich wohl auch nächstes Jahr nach meiner Rückkehr ziemlich viel DV und DF brauche. Habe dann ja schließlich Nachholbedarf.
Jetzt seit mal nicht so ungeduldig und so hart zu mir und schaut mal wieder rein. Über Gästebucheintragungen freue ich mich natürlich immer sehr. Vielen Dank nochmal dafür!
Bis später, Daniel

 

05.07.2007

Hallo und guten Tag aus der Dom.Republik.
Erstmal vielen Dank für die Gästbucheintragungen. Natürlich lese ich die, Jockel. Und zwar sehr gerne. Heute habe ich mich zum ersten Mal erholt in meinem Urlaub. All In ist schon ne geile Sache und scheiße, ich liebe diesen Luxus mit gutem Essen und Klimaanlagen. Aber das kann ich mir wohl kein Jahr lang leisten.
Also habe ich mir auch schon meine ersten Gedanken gemacht, wie es weiter gehen soll. Vermutlich werde ich noch kurze Flugabstecher nach Kuba und Jamaika machen, dann an die Küste von Venezuela oder zu den Niederländischen Antillen. Und dann wirds auch Zeit für ein sparsameres Leben.
Mal schaun. Aber erstmal zwei Wochen genießen.
Lieben Gruß und ich wünsche euch alles Gute.
Auch besseres Wetter!
Euer Daniel
Ach ja, die Kontrolle am Flughafen Miami war unglaublich. Hat ewig gedauert und das die keine Blutprobe genommen haben ist auch alles.

 

Miami, 03.07.07

Die Bürokratpiraten haben gewonnen. Werde mich jetzt erstmal in der Dom.Rep erholen und dann einen neuen Anlauf nehmen.
Mehr dann später,
Daniel

 

Grand Cayman, den 29.06.07  09:15 Uhr (bei euch ist es jetzt 16:15 Uhr)

Gestern habe ich mir Georgetown angeguckt. Ein nettes kleines Städtchen, dass voll und ganz auf den Tourismus eingestellt ist. Überall kann man hier Parfums, Schmuck, Alkohol und ganz viel Schnickschnack kaufen. Gestern lagen hier vier Clubschiffe vor Anker, und die Touristen überschwemmten diesen Ort, um steuerfrei einkaufen zu können.
Ich habe gestern schön in einer bunten Lokation mit Reggeamusic und einem schönen View auf das karibische Meer gefrühstückt. Anschließend habe ich mich zu Fuß auf den Weg zum Hafen gemacht, wo ich mein zukünftiges Boot vermutet hatte. Ich lief also von Georgetown den kompletten Seven Mile Beach Richtung Hafen. Ab und zu bin ich dann halt mal in das schöne, türkisblaue, warme Wasser gesprungen, weil es so verlockend war. Am liebsten hätte ich mein Vorhaben vergessen und hätte den Rest des Tages einfach nur hier genossen.
Aber nein, dank der Immigration-Behörde hab ich voll den Streß im Nacken!
Als ich den Hafen erreichte, mußte ich feststellen, dass es sich um einen Hafen ohne viel Menschen/Ansprechpartner handelte und auch mein Boot hatte ich nicht gefunden. Da war dann aber ein netter Kerl, vermutlich ne Art Hafenmeister, der mir helfen konnte. Der war so nett und brachte mich sogar mit seinem Auto zu dem Yachtverkäufer, der sein Büro ganz woanders hatte. Der Hafenmeister war ein Farbiger und ich glaube so mancher Leser hätte hier schon wieder eine große Gefahr gewittert. Raub, Mord, Überfall. Aber nix dergleichen. Der Typ kam aus Jamaika hierher, um einen Job zu finden und er hatte damals die gleichen Probleme mit der Immigration-Truppe. Und es hat ihm Spaß gemacht, mir zu helfen. Ihm wurde damals auch geholfen und nun ist er halt hier.
Verabschiedet hatte er sich dann nur mit-   Hey stay cool man!
Und schon war ich bei Joe Pearce. Das ist derjenige, der mir als Vermittler das Boot verkaufen will. Heute werde ich mit ihm zu dem Eigentümer des Bootes fahren und alles Weitere klären. Und dann brauche ich dringend einen Vertrag oder etwas dergleichen, wenn ich noch hierbleiben will.
Denn ich war vorhin wieder bei der Immigration-Truppe. Die gehen mir voll auf den Keks. Die wollen immer wieder das Rückflugticket sehen. Außerdem glauben die mir irgendwie kein Wort wegen des Bootes. Außerdem haben die mich nach meinem Sponsor gefragt. Irgendwie haben die hier in der Behörde nicht alle. Auf jeden Fall konnte ich dann trotz allem noch ein paar Tage bis zum 03.Juli herausschinden für schlappe 50 CaymanDollar. Halsabschneider! Jetzt weiß ich auch, warum viele gesagt haben, dass es hier noch Piraten gibt. Ich habe sie gefunden. Sie sitzen hinter dicken Scheiben und knöpfen einem das Geld ab und drohen mit Abschiebung und Gefängnis.
Naja, wenn das Boot eh nicht das richtige ist werde ich eh weiterziehen und dann können die ja sehen, wem sie hier die Boote verkaufen.
Und freue mich schon auf den ersten entspannten Strandtag.

Bis später,
Daniel

 

Und hier ist dann auch schon mein erster Bericht aus Grand Cayman am 28.06.07, 09:50 Uhr

Zunaechst aber herzlichen Glueckwunsch zum zweiten Platz der Artland Dragons. War mal wieder ein spannendes Spiel, welches ich im Champs verfolgen konnte.

Am naechsten morgen wurde ich dann ja von der lieben Yvonne um 05:00 Uhr zum Flughafen gefahren. Sehr lieb von ihr. Dann kam sogar noch der Witti vorbei. um mich zu verabschieden. Ansonsten konnte sich wohl keiner um diese Zeit aufraffen, um mich nochmal zu sehen. Kann ich sogar verstehen.

Der Flug von Hamburg nach London war nicht so spannend. Der Flughafen in London Heathrow ist gar nicht mal so klein und die Sicherheitsvorkehrungen ziemlich heftig. Dann sass ich auch irgendwann endlich im Flieger in die Karibik. Waere auch alles schoen entspannt gewesen, wenn nicht vor mir so eine riesige engliche Familie mit kleinen, nervigen Kindern gesessen haette. Ausserdem hatte ich mal wieder keine huebsche Sitznachbarin, sondern irgendeinen Typen. Aber der war wenigstens nicht fett und ich konnte so in Ruhe das Programm nutzen, was British Airways so anbietet. Habe mir z. B. ne Menge Movies angeschaut. Ghostrider, 23, Shooter, die Anfaenge von Born to be wild und Krieg der Welten. Und dann landeten wir in Nassau. Das war auch so geplant. Hatte ja mal geschrieben, dass wir direkt nach Grand Cayman fliegen. Das hatte sich aber schon vorher geaendert. Auf jeden Fall hat das so dermassen in Nassau geregnet, dass ich dachte, ich waere schon wieder in Hamburg. Ich war ja schwer begeistert. Aber wir sind dann ja weitergeflogen auf die Caymans. Also einmal ueber Cuba geschlogen. Und da war das Wetter sehr gut. Juhu.

Aber dann wollte ich ja dieses Land mal so eben locker bereisen, mir in Ruhe eine billige Unterkunft suchen und alles so in Ruhe betrachten!

Mitlerweile bin ich froh, dass ich ueberhaupt den Flughafen verlassen durfte. Die sind hier sowas von streng!

Ich konnte ja nun weder ein Hotel, noch die Dauer meines Aufenthaltes nennen. Das fanden die gar nicht witzig. Ich musste dann noch direkt vor Ort ein Hotel buchen und habe dann eine Aufenthaltsberechtigung fuer dann doch drei Tage bekommen. Also am 30. 06. muss ich hier wieder abreisen, oder ich werde hier festgenommen (wurde mir angedroht). Das ich hier ein Boot kaufen will und dann sowieso wieder ausreisen will wurde mir wohl nicht geglaubt. Wie ich dieses Problem nun beheben soll, weiss ich noch nicht ganz. Schliesslich will ich mich ja auch erstmal erhohlen und nicht so ein Stress haben.

Aber das Hotel, bzw. das Apartment mit dem Namen Harbour View ist wohl das guenstigste hier. Und es liegt auch ganz gut direkt am Wasser, zwischen dem Seven Mile Beach und Georgetown, der kleinen Hauptstadt. Aber billig ist das alles hier nicht!

Mal schaun, wie es weitergeht mit mir, dem Boot und den Behoerden.

Mir gehts auf jeden Fall sehr gut und ich lasse mich so schnell nicht unterkriegen.

Liebe Gruesse aus Grand Cayman,

Euer Daniel

 

Hamburg, der 26.06.2007
Heute is der letzte Tag in Hamburg/Deutschland/Europa. Morgen früh geht`s los. Rucksack und Crossbag sind gepackt. Mir gehen noch tausend Sachen, die ich hätte vorbereiten, erledigen, planen, besorgen können durch den Kopf. Aber egal! Ich glaube, dass ich das Wichtigste erledigt habe und das nun fast nichts mehr schiefgehen kann
Was auch immer auf mich warte in der Fremde, das Wetter hier werde ich schon mal nicht vermissen.

 

16.06.2007

Hallo Ihr Lieben,
obwohl ich in diesem Jahr noch gar nicht so viel gedient hatte und auch schon viel auf Reisen war in Österreich, in der Schweiz, auf Mallorca, in Athen, in Holland und in Dänemark, muss ich mich doch erst mal daran gewöhnen, wirklich frei zu haben.
Als Einstieg war die kombinierte Motorrad- und Cabrio-Tour mit meinem Vater und meinen beiden Brüdern sehr gut.
Die Tour nahm folgenden Verlauf:
Start in Badbergen/Quakenbrück, Porta Westfalica, die Weser entlang bis Hannoversch Münden, Werra und Fulda, Hessische Rhön, Bayrische Rhön, Frankenhöhe, Fränkische Alb, Altmühltal, Wasserburg am Inn, Chiemsee, Chiemgauer Alpen, die Salzach entlang, Neukirch am Großvenediger, Krimmler Wasserfälle,  Gerloß Pass, Zillertal, Achensee, Plansee, Hochtannberg-Pass, die Lech entlang bis zum Bodensee, den Bodensee entlang bis Stockach, Mühlheim an der Donau, Schwäbische Albstraße, Schwarzwald Tälerstraße, Schwarzwald Hochstraße, den Rhein entlang bis Bonn, durch das Bergische Land, durch das Sauerland nach Soest, durch das Lippetal und den Teutoburger Wald zurück nach Badbergen/Quakenbrück
So eine Tour hätte mich früher in Erdkunde weit nach vorn gebracht.
2800 km Land- und Bundesstraßen, zum Teil auch kleine Wege. Die Tour begann am 05.06. und endete am 11.06..

In Quakenbrück ist übrigens zur Zeit Ausnahmezustand, weil die mittlerweile legendäre Truppe um Coach  Chris Fleming, die Artland Dragons, jeden Gegner vom Platz fegt und sich jetzt, nachdem sie die Kölner im fünften und entscheidenden Spiel in Köln vernichtend geschlagen haben, im Finale der Deutschen Basketball-Bundesliga befinden. Unglaublich.
Und das gute daran überhaupt ist ja, dass in Quakenbrück mal richtig was los ist, (sogar in der Woche sind noch Menschen am späteren Abend unterwegs). Und dass wir ständig zu meinem Lieblingsgriechen Mykonos gehen, weil dort die Spiele der Artland Dragons auf Premiere gezeigt werden. Und weil es ja bei diesem Sport um Körbe geht, hab ich mir dann auch mal gleich einen abgeholt bei der freundlichen und hübschen Bedienung.

Und so kann es nicht weitergehen! Weder mit den Körben, noch mit dem ganzen Fressen und Saufen!


Darum habe ich heute meinen One-Way-Flug nach Grand Cayman gebucht. Der Flug geht am 27.06.2007 um 07:25 Uhr mit British Airways von Hamburg über London  direkt auf die Insel. Planmäßige Ankunft ist 15:55 Uhr. Eine Unterkunft werde ich mir vor Ort suchen.
Infos zu den Cayman-Islands: Sie werden als die Schweiz der Karibik bezeichnet. Sie liegen 288 km nordwestlich von Jamaica und 768 km von Miami und gehören zu Großbritannien.
Vor mir waren schon andere Berühmtheiten dort. U. a. Sir Francis Drake, Walter Raleigh, John Hawkins, Sir Henry Morgan und Edward Teach, besser bekannt als Blackbeard. Letzterer hat einen Gold- und Juwelenschatz auf den Caymans versteckt, der bis heute nicht gefunden wurde. (mmh, muss noch mal ins Lager und ein wenig Equipment mitnehmen).
Des Weiteren sind dort einige der besten Tauchreviere der Welt, mit allem drum und dran. (Vielleicht vermissen die Pol-taucher ihre Kamera mit Gehäuse ja gar nicht ?)


Die Reise beginnt und der Weg ist das Ziel!

 

02.06.23007

Zu berichten hab ich noch nicht viel
War auf dem Leuchtturm Flügger Sand, der nicht nur die Kennung 3 lang, einmal kurz und 20 sec. Pause hat, sondern auch Gleichzeitig als Oberfeuer fungiert, um das Fahrwasser unter der Fehmarnsundbrücke zu Treffen, Fahrtrichtung Westen!
Außerdem war ich beim Jimi Hendrix Gedenkstein auf Fehmarn. Der steht dort im Südwesten er Insel, weil der gute Jimi dort auf dem Love and Peacefestival gespielt hat.